Pinneberg
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Riss in Hochbrücke entdeckt: Nun gilt Tempo 30

An der Hans-Hermann-Kath-Brücke wurden Schäden entdeckt. Jetzt gilt in Fahrtrichtung Pinneberger Innenstadt Tempo 30

An der Hans-Hermann-Kath-Brücke wurden Schäden entdeckt. Jetzt gilt in Fahrtrichtung Pinneberger Innenstadt Tempo 30

Foto: Sebastian Becht

Vorsichtshalber wurde das Tempolimit auf der Hermann-Kath-Brücke verschärft. Umfang der nötigen Sanierung noch unbekannt.

Pinneberg.  Plötzlich waren die Schilder da: Auf der Pinneberger Hochbrücke gilt nun Tempo 30. Der Grund für diese Verkehrsberuhigung: Während einer regelmäßigen Kontrolle der Hans-Hermann-Kath-Brücke am vergangenen Wochenende ist ein Riss an der Unterseite der Brücke entdeckt worden, der Beton ist dort abgeplatzt. Sofort beschlossen die Verantwortlichen im Rathaus, den Brückenbereich zur Tempo-30-Zone zu machen.

Die Einrichtung der Geschwindigkeitsbegrenzung sei aber eine reine Vorsichtsmaßnahme, erklärt Pinnebergs Bauamtschef Klaus Stieghorst. Es handele sich um einen sehr sensiblen Bereich, daher sei er lieber übervorsichtig. Nun werden Experten der Ursache für den Riss auf den Grund gehen. „Der abgeklopfte Beton wird untersucht, es wird ein Gutachten erstellt, wie der Riss zustande gekommen ist“, so Stieghorst.

Sperrpausen werden für Kontrolle genutzt

Die Brücke werde regelmäßig überprüft. „Vierteljährlich findet eine Begehung statt“, so Stieghorst. Jeder Schaden werde dann schnellstmöglich behoben. Im vergangenen Mai hat es zuletzt Instandsetzungsarbeiten an der Brückenoberfläche gegeben.

Der Brücken-Bereich über den Bahngleisen sei schwierig zugänglich. Überprüfungen könnten dort nur vorgenommen werden, wenn keine Züge verkehren. Wegen Arbeiten am Pinneberger Bahnhof sei man in der glücklichen Lage, dass man die Sperrpausen während der Bauarbeiten nutzen könne, um den Brückenbereich über den Gleisen in Augenschein zu nehmen.

Eine solche Sperrpause wurde auch am vergangenen Wochenende genutzt, als die Schäden festgestellt wurden. „Die Sanierung soll so schnell wie möglich durchgeführt werden, aber wir müssen die nächste Sperrpause der Bahn abwarten“, sagt Stieghorst.

Nächste Woche liegen weitere Ergebnisse vor

Der Bauamtschef rechnet damit, dass im Laufe der nächsten Woche weitere Ergebnisse der Untersuchung vorliegen. Bislang ist über den Umfang der erforderlichen Sanierungsmaßnahme und deren Kosten noch nichts bekannt.

Die Hans-Hermann-Kath-Brücke wurde 1969 eingeweiht, sie führt über die Pinnau, die Mühlenau und die Bahngleise. 2013 wurde das 700 Meter lange Bauwerk nach dem ehemaligen Pinneberger Bürgermeister Hans-Hermann Kath benannt.