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Kreis Pinneberg

Steigt Wedel in den Hafenbetrieb ein?

Bürgermeister Niels Schmidt bekennt sich zum Investorenkonzept.

Bürgermeister Niels Schmidt bekennt sich zum Investorenkonzept.

Foto: Niels Schmidt/Privat

Die Wedeler FDP will kommunalen Schlengel prüfen lassen. Bürgermeister Niels Schmidt bekennt sich zum Investorenkonzept.

Wedel.  Der Countdown für eines der wichtigsten Projekte Wedels läuft. Noch drei Tage bis zur Sitzung des Planungsausschusses, der die Weichen für die Entwicklung des Hafens stellt. Denn am Dienstag, 23. Oktober, geht es ums Betreiberkonzept der Investorengruppe um Unternehmer Edmund Siemers, die einen Traditionshafen planen. Die Fraktionen müssen Farbe bekennen, ob sie sich das vorstellen können.

Einer, der jetzt klar Stellung bezieht, gehört zwar keiner Partei an, hat aber als Bürgermeister ein gewichtiges Wort. Niels Schmidt stellt sich hinter das Konzept. „Ich halte es für interessant und geeignet, dem Hafen Leben einzuhauchen“, erklärt er. Daher empfehle er, den Investoren ein positives Zeichen zu geben, damit die Verwaltung in konkrete Verhandlungen einsteigen könne. Denn es gibt Fragen zu klären, an denen auch die Realisierung hängt.

Ein Kritikpunkt am vorliegenden Konzept ist die fehlende öffentliche Nutzung. Die Wedeler FDP wagt nun einen Vorstoß, der ebenfalls im Planungsausschuss zur Debatte stehen wird und der dieses Problem lösen könnte. Da die Investoren aus wirtschaftlichen Gründen keinen Sportboothafen betreiben wollen, wie einst geplant, möchten die FDP prüfen lassen, was es die Stadt kostet, das selbst zu realisieren. Die Idee: einen „kommunalen Schlengel im Schulauer Hafen“ zu bauen – und zwar gleichzeitig mit der Realisierung des Investorenkonzepts, um Kosten zu sparen. Den Betrieb sollen Experten vor Ort übernehmen. Deshalb fordert die FDP die Verwaltung auf, mit dem Segelverein-Wedel-Schulau Gespräche zu führen. „Wir haben keine ernsthafte Alternative, als die privaten Interessen der Investoren mit öffentlichen zu verbinden“, erklärt Martin Schumacher, FDP, den Vorstoß.

Investor Siemers steht der Idee positiv gegenüber. Auf Abendblatt-Anfrage erklärte er am Freitag, dass er bereit wäre, die Stadt bei der Idee zu unterstützen.