Pinneberg
Pinneberg

Gehrstücken Süd: Kompromiss zwischen Natur und Gewerbe?

Pinneberg soll ein weiteres Gewerbegebiet bekommen

Pinneberg soll ein weiteres Gewerbegebiet bekommen

Foto: Burkhard Fuchs

In Fortsetzung der Straße Gehrstücken soll sich Gewerbe ansiedeln. Doch noch muss der Ausschuss sich positiv dafür aussprechen.

Pinneberg.  Gerade erst haben Gutachter die Folgen der Bebauung des Rehmenfeldes öffentlich vorgestellt, da wurde am Dienstagabend im Rathaus das nächste künftige Baugebiet erörtert, das der Stadt neben Kosten endlich die ersehnten Gewerbeeinnahmen bescheren soll: Auf 16 Hektar in Fortsetzung der Straße Gehrstücken, gar nicht weit vom Rehmenfeld entfernt, soll kein Wohngebiet entstehen, sondern ausschließlich Gewerbe angesiedelt werden.

Aus sechs Bebauungsvarianten, bei deren Entwurf die Öffentlichkeit beteiligt worden war, hatte die Verwaltung, vertreten durch Bauamtsleiter Klaus Stieghorst, einen Kompromiss ausgewählt. Sollte der Ausschuss sich für diesen entscheiden, wird auf der Grundlage weiterer Gutachten ein neuer B-Plan entworfen, der wiederum öffentlich ausgelegt wird. Nach wie vor gibt es keine Gutachten zum Lärm oder Verkehrszuwachs. Ausgewählt wurde nun eine Variante, die das Gewerbegebiet, in dem 8,5 bis neun Hektar versiegelt werden sollen, rundum mit einem 20 bis 50 Meter breiten Grünstreifen umgibt. An den östlichen Grünstreifen schließt sich das Landschaftsschutzgebiet um die Düpenau-Niederung an, wo sechs geschützte Fledermausarten und diverse empfindliche Vogelarten leben.

Die Gewerbe-Gebäude dürfen bis zu 14 Meter hoch sein, was zu einigen Nachfragen der etwa 70 Zuhörer führte. Auch Lärm, Geruch und Verkehrszunahme wurden länger erörtert. Am 25. September wird der Stadtentwicklungsausschuss darüber diskutieren.