Pinneberg
Tornesch/Wedel/Quickborn

GAB plant zwei neue Recyclinghöfe

Die Gesellschaft für Abfallwirtschaft und Abfallbehandlung plant zwei neue Recyclinghöfe

Die Gesellschaft für Abfallwirtschaft und Abfallbehandlung plant zwei neue Recyclinghöfe

Foto: Marianne Lins / GAB

Die Standorte in Wedel und Quickborn sollen den überfüllten Hof in Tornesch entlasten. Ausschuss entscheidet am 27. September.

Tornesch/Quickborn/Wedel.  Die Planungen zu zwei zusätzlichen Standorten für Recyclinghöfe in Quickborn und Wedel, über die das Abendblatt bereits im März berichtet hatte, nehmen jetzt konkrete Formen an. So befasst sich der Umweltausschuss des Kreistages auf seiner nächsten Sitzung am 27. September mit diesem Thema. Demnach soll es in Quickborn einen 700 Quadratmeter großen Container-Standort im Ort an der B 4 geben, der 3000 Tonnen Sperrmüll, Grünabfall, Elektroschrott und Restmüll im Jahr aufnehmen kann. In Wedel ist am Kronskamp auf einer 5700 Quadratmeter großen Fläche, die bereits die erforderlichen abfallrechtlichen Auflagen erfüllt, die Abnahme von bis zu 20 Wertstoffen mit bis zu 10.000 Jahrestonnen geplant.

Die Kosten von 1,7 Millionen Euro jährlich – 500.000 Euro für Quickborn, 1,2 Millionen Euro für Wedel – für die zusätzlichen Recyclinghöfe im Kreis Pinneberg sollen über die Annahmegebühren kostenneutral für den Kreis Pinneberg sein, heißt es in der Beschlussvorlage für die Kreistagsabgeordneten.

Erweiterung in Tornesch wäre teurer

Hintergrund dieser neuen Standorte ist, dass der von der Gesellschaft für Abfallbehandlung (GAB) betriebene Recyclinghof in Tornesch-Ahrenlohe an seine Kapazitätsgrenze gestoßen ist. Statt der 28.000 Anlieferer bei seiner Einrichtung im Jahr 1995 sind es heute gut 140.000 Menschen, die hier rund 25.000 Tonnen an Gartenabfall, Altholz, Bauschutt, Metall, Papier oder Sperrmüll entsorgen.

Das führe zu erheblichen Wartezeiten für die Bürger, die an Spitzentagen mit bis zu 1000 Anlieferungen den Hof frequentieren, begründet die GAB die Suche nach den zusätzlichen Standorten. Eine Erweiterung des Recyclinghofes in Tornesch, der 10.000 Quadratmeter groß ist, wäre mit 3,3 Millionen Euro erheblich teurer als zwei zusätzliche Standorte zu schaffen, so die GAB. Sie verspricht sich dadurch eine Entlastung der Mengen in Tornesch um etwa ein Drittel.

Ausschuss tagt am 27. September

Der Ausschuss, der am 27. September um 18.30 Uhr im Kreishaus in Elmshorn darüber berät, soll eine Grundsatzentscheidung fällen. Danach wird ein standortbezogenes Baukonzept entwickelt, das auch die verkehrlichen Aspekte berücksichtigt, bei dem die Gremien der beiden Kommunen beteiligt werden. Die Verwaltungen sind informiert.