Pinneberg
Bauvorhaben

Pinneberg hofft auf Förderung für neues Schwimmbad

Die schön geschmückte historische Backsteinfassade der Ernst-Paasch-Halle

Die schön geschmückte historische Backsteinfassade der Ernst-Paasch-Halle

Foto: Alexander Sulanke / HA

Der Ausschuss beschließt, auch Geld für Sanierung der Ernst-Paasch-Halle zu beantragen. Nur noch Ratsversammlung muss zustimmen.

Pinneberg.  Das Pinneberger Schwimmbad soll saniert oder neu gebaut werden. Um das zu finanzieren, haben die Ausschüsse für Kultur, Sport und Jugend sowie für Wirtschaft und Finanzen jetzt beschlossen, über ein Sanierungsprogramm des Bundes an Geld zu kommen. Die Ausschüsse beschlossen außerdem, Förderanträge zu stellen, um die seit zwei Jahren geschlossene Ernst-Paasch-Halle energetisch zu sanieren und in ein Kulturzentrum umzuwandeln, und die Stadien eins und zwei mit Kunstrasen zu belegen. Jetzt muss nur noch die Ratsversammlung in einer Sondersitzung am 18. September zustimmen, um fristgerecht Geld beantragen zu können.

Für das seit Anfang der 70er-Jahre bestehende Schwimmbad, das seit fast 40 Jahren im Wesentlichen nicht saniert wurde, liegt bereits ein Bestandsgutachten zur Sanierung vor, das 2011 erstellt und 2016 aktualisiert wurde. Demnach sind Investitionen von rund 8,5 Millionen Euro nötig, um den weiteren Betrieb des Schwimmbads für die nächsten Jahre sicherstellen zu können. Ein Neubau würde elf Millionen Euro kosten und wird von den Politikern als sinnvollere, ökologischere und wirtschaftlichere Variante gesehen. Unter anderem, weil die Betriebskosten geringer wären. Ein eventueller Erstatzneubau soll am selben Standort errichtet werden. Bei einer Förderung würde der Bund 90 Prozent der Kosten übernehmen, die Stadt die übrigen zehn.

Bundesprogramm für Sanierung kommunaler Einrichtungen

Das gilt auch für eine potenzielle Förderung der Ernst-Paasch-Halle. Grundlage für die Anmeldung zum wieder aufgenommenen Bundesprogramm „Sanierung kommunaler Einrichtungen in den Bereichen Sport, Jugend und Kultur“ war ein Sanierungskonzept vom Architektenbüro Butzlaff Tewes, das im Ausschuss vorgestellt wurde. Darin heißt es: „Dieses sehr gut erhaltene Kulturdenkmal ist weitestgehend unverbaut und eignet sich hervorragend für die angedachte Nutzung.“ Bei Freilegung der Besonderheiten des Gebäudes und der Zuführung einer kulturellen, öffentlichen Nutzung schaffe sich die Stadt Pinneberg „ein Aushängeschild mit überregionaler Wirkung“.