Pinneberg
Kaltenkirchen/Quickborn

Bundespolizei und Zoll gelingt Schlag gegen Schleuser

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Foto: Bundespolizei

Ein 42 Jahre alter Mann und seine 43 Jahre alte Komplizin sollen Chefs einer Schleuserbande sein. Bereits seit Mai wird ermittelt.

Kaltenkirchen/Quickborn.  Die Handschellen klickten am Donnerstagmorgen an den Handgelenken eines
42 Jahre alten Mannes, der aus Bosnien-Herzegowina stammt und in Nützen lebt. Er und eine 43 Jahre alte Komplizin sollen die Chefs einer Schleuserbande sein, die Landsleute und Serben mit gefälschten Ausweispapieren ausstattete, nach Deutschland brachte und sie dort in illegale Arbeitsverhältnisse in Reinigungsbetrieben und weiteren Dienstleistungsunternehmen vermittelte.

Bereits seit Mai führen die Bundespolizeiinspektion Kriminalitätsbekämpfung Rostock und das Hauptzollamt
Itzehoe ein umfangreichreiches Ermittlungsverfahren gegen den 42-Jährigen. Am Donnerstag schließlich gelang der Schlag gegen die Bande: 140 Beamte der Bundespolizei und des Zolls durchsuchten insgesamt acht Wohnungen und Geschäftsräume in Kaltenkirchen, Lentföhrden, Winsen und Nützen sowie in Quickborn.

Es wurden Beweismittel gesichert

In Nützen sicherten die Beamten umfangreiches Beweismaterial, unter anderem Mobiltelefone, Computer, Geschäftsunterlagen und einer Vielzahl von gefälschten Ausweisdokumenten als auch Geld in erheblichen Umfang. In einigen Wohnungen wurden mehrere serbische und bosnisch-herzegowinische Staatsangehörige festgestellt, die sich mutmaßlich unerlaubt im Bundesgebiet aufhalten.

Der 42 Jahre alte Hauptbeschuldigte sitzt in Untersuchungshaft, die Ermittlungen dauern an.