Pinneberg
Wedel

Legionellen-Alarm: Stadt sperrt erneut Duschen in Wedel

Wedel. Hallen zu, Hallen auf, Duschen zu: Kleine Stäbchenbakterien halten derzeit die Wedeler Stadtverwaltung und die betroffenen Sportler ganz schön auf Trab. Wie Pressesprecher Sven Kamin am späten Freitagnachmittag mitteilte, ist bei einer vorgeschriebenen Routineuntersuchung der Wasserleitung in der Sporthalle an der Rudolf-Breitscheid-Straße eine erhöhte Legionellen-Belastung festgestellt worden. „Da die Menge die entsprechenden Grenzwerte übersteigt, ab denen gehandelt werden muss, wurden Duschen- und Waschbereiche mit sofortiger Wirkung gesperrt“, erklärt Kamin.

Die Sperrung gilt diesmal bis auf Weiteres. Denn erst wenn die eingeleiteten Gegenmaßnahmen greifen und neue Proben, die üblicherweise zwei Wochen in Anspruch nehmen, dies zeigen, kann Entwarnung gegeben werden.

Der Sportbetrieb kann laut Kamin weitergehen. Zum Schutz der Nutzer ist es aber verboten, Wasser aus den Rohrleitungssystemen zu entnehmen. Insbesondere für Kleinkinder und Menschen mit schwachem Immunsystem und gesundheitlichen Beeinträchtigungen besteht eine Gesundheitsgefahr.

Vor circa drei Wochen ließ die Stadtverwaltung bereits vier Sporthallen vorsorglich sperren. Betroffen waren die Steinberghalle, die Sanitärbereiche der Umkleidekabinen am Freizeitpark sowie die alte und neue Sporthalle an der Bergstraße. Grund waren auch hier der jeweilige Nachweis erhöhter Legionellenkonzentrationen bei Routinekontrollen in Wedel.

Da die Werte hier deutlich niedriger lagen, konnte schon nach einem Tag Entwarnung gegeben werden. In diesen Fällen reichte es, die Wasserleitungen unter anderem mit kochend heißem Wasser zu spülen, Duschen- und Toiletten konnten geöffnet bleiben. Weitere Nachprüfungen durch Beprobungen stehen in der kommenden Woche an. Im Fall der jetzt betroffenen Sporthalle an der Rudolf-Breitscheid-Straße ist dies nicht möglich.

Die Stadt Wedel steht laut Kamin mit dem zuständigen Gesundheitsamt des Kreises Pinneberg in engem Austausch.