Pinneberg
Quickborn

A-7-Brücke ist jetzt halbseitig gesperrt

An der frisch sanierten A-7-Brücke in Quickborn staut sich jetzt der Verkehr, der jeweils nur noch einseitig die Brücke überqueren kann

An der frisch sanierten A-7-Brücke in Quickborn staut sich jetzt der Verkehr, der jeweils nur noch einseitig die Brücke überqueren kann

Foto: Burkhard Fuchs

Vorsichtsmaßnahme für Fußgänger und Radfahrer tritt in Kraft. Verantwortliche Baufirma will regelkonform gearbeitet haben.

Quickborn.  Wie von der Stadt Quickborn angekündigt, ist am Donnerstag die frisch sanierte Brücke im Harksheider Weg über die A 7 einseitig gesperrt worden. Fahrzeuge können jetzt nur noch wechselseitig die Autobahn überqueren, entweder aus Richtung Quickborn oder aus Richtung Norderstedt. Eine Ampel regelt den Verkehrsfluss. Die jetzt freie Fahrbahn ist für den Fuß- und Radverkehr mit Absperrgittern gesichert, damit diese sicher über die Brücke kommen können. Der Fuß- und Radweg ist gesperrt.

Mit dieser verkehrlichen Sofortanordnung reagierte die Quickborner Stadtverwaltung wie berichtet darauf, dass der Fuß- und Radweg auf der am vergangenen Sonnabend nach fast fünfmonatiger Bauzeit wieder freigegebenen Brücke statt zuvor 1,35 Meter nur noch etwa 80 Zentimeter breit ist. Radfahrer, die sich auf der 44 Meter langen Brücke begegnen, müssen absteigen, sonst kommen sie nicht aneinander vorbei. Bei Rollstuhlfahrern oder Müttern mit Kinderwagen müsste einer bis hinter die Brücke zurücksetzen, damit der andere vorbei könnte.

Florian Zettel, Sprecher von Via Solutions Nord, die für den sechsspurigen Ausbau der A 7 von Hamburg bis Bordesholm verantwortlich ist und auch diese Quickborner Autobahnbrücke saniert hat, betont, dass nun „so schnell wie möglich eine Lösung erarbeitet wird“, wie ein alternativer Fuß- und Radweg auf der Brücke geschaffen werden könnte. „Da sind wir in enger Abstimmung mit der Quickborner Verwaltung.“

Das aber sei nicht so einfach. Nur das Schutzgeländer wieder abzubauen, das zusätzlich zur 75 Zentimeter hohen Schutzplanke eingebaut wurde und nun den Fuß und Radweg fast halbiert hat, gehe nicht. „Das wäre zu gefährlich und könnte zu einer Stolperfalle werden.“ Dies würde auch den heutigen gesetzlichen Anforderungen widersprechen.

Die Baufirma habe korrekt gearbeitet, betont Zettel. „Wir haben das regelkonform eingebaut.“ Das Problem sei aber, dass 1968, als die Autobahnbrücke gebaut wurde, andere Sicherheitsbestimmungen galten als heute. Heute müsste ein solcher Fuß- und Radweg mindestens 1,60 Meter breit sein auf einer solchen Brücke. Dafür hätte die nur 9,70 Meter breite Brücke aber insgesamt verbreitert werden müssen, was die Stadt Quickborn bei der Planung abgelehnt habe, um Kosten zu sparen.