Pinneberg
Festival

Pinneberg, die Heimatstadt des SummerJazz

Die Veranstalter und Förderer des SummerJazz 2018 mit den Musikern Tom Shaka (vorn, Mitte) und Matthias Schlechter (hinten, 2.v.r.)

Die Veranstalter und Förderer des SummerJazz 2018 mit den Musikern Tom Shaka (vorn, Mitte) und Matthias Schlechter (hinten, 2.v.r.)

Foto: Mirjam Rüscher

Zum 23. Mal steigt das viertägige Festival in der Innenstadt. 50 Bands spielen vom 9. bis zum 12. August auf fünf Bühnen.

Pinneberg.  Ein Sommer ohne Jazz? In Pinneberg nicht vorstellbar. Seit 22 Jahren ist das Pinneberger Jazz-Festival ein fester Termin im Veranstaltungskalender der Stadt. In diesem Jahr steigt das Festival vom 9. bis 12. August. Der SummerJazz ist nicht nur im Kreis, sondern mittlerweile auch deutschlandweit und sogar international eine feste Größe. „Manchmal können wir es selbst kaum glauben, welche Anziehungskraft unser Festival hat“, sagt Ralph Kricke, Vorsitzender des SummerJazz-Fördervereins.

Dabei hat der Förderverein in diesem Jahr alle Hände voll zu tun gehabt, um das Festival auf die Beine zu stellen, mehr als sonst sogar. Denn die Eventagentur, die die Veranstalter immer unterstützt hat, ist dieses Mal nicht mit an Bord. So hatte der Förderverein erheblichen Mehraufwand und musste sich auch um die Organisation von Bühnen und Beschickern selbst kümmern. „Für das Publikum wird das aber hoffentlich nicht sichtbar sein“, sagt Kricke.

Auch die neue Datenschutzverordnung hat den Veranstaltern einiges abverlangt. Wer auf den Fotos partout nicht zu erkennen sein möchte, für den hat Ralph Kricke noch den ultimativen Tipp: „Decken Sie sich mit den SummerJazz-Artikeln ein. Wenn Sie ein T-Shirt, eine Cap und eine Sonnenbrille von uns haben, dann sind Sie garantiert getarnt“, sagt Kricke und lacht.

Und dann ist da noch die Sache mit den Bühnenstandorten. Der Platz vor „Blütenrausch“ fällt in diesem Jahr weg. Auf Konzerte müssen die Besucher deswegen aber nicht verzichten. Der Zeitplan wurde etwas gestrafft, einige Lücken wurden gefüllt, und so sind nun trotzdem 50 Konzerte auf fünf Bühnen zu hören. Und einen weiteren Vorteil hat der Wegfall der Bühne: „Es gibt keine lästigen Schallüberschneidungen mehr zwischen den Standorten“, sagt Günther Kleinschmidt, der mittlerweile Ehrenvorsitzender des Fördervereins ist.

Matthias Schlechter feiert doppeltes Jubiläum

Dem ungehinderten Musikgenuss steht also nichts mehr im Weg, und da hat das Festival wie üblich einige Höhepunkte zu bieten. Da wäre zum Beispiel die Band Silhouette and Vinx, die extra aus Kalifornien in den USA anreist und die eine Mischung aus Jazz, Pop, Soul, Chill Out und R’n’B spielen wird (Do, 9.8., 20 Uhr, Bühne 1). Oder die Band Musik for the Kitchen, die „german underground acoustic music“ im Gepäck hat (Do, 9.8., 20.30 Uhr, Bühne 2). Oder auch Janice Harrington und die Farmersroad Blues Band, die seit vielen Jahren dabei sind (Fr, 10.8., 17 Uhr, Bühne 1).

Auch Bluesman Tom Shaka und Pianist Matthias Schlechter sind wieder dabei. Schlechter feiert mit seinen Musikerkollegen Abi Wallenstein und Martin Röttger sogar ein doppeltes Jubiläum. 1998 haben sich die drei Musiker kennengelernt und seitdem unzählige Male miteinander auf der Bühne gestanden. Gefeiert wird das mit einem 20-Jahre-Doppel-Jubiläumskonzert am Freitag, 10. August, ab 19.30 Uhr, das ein Spitzentreffen des Blues und Boogie-Woogie zu werden verspricht.

Musikalisch soll sich in diesem Jahr alles um das Motto „Jazz meets Mundorgel“ drehen. Es werden so einige Mundharmonika-Spieler und Volkslied-Bearbeitungen zu hören sein. Und Überraschungen seien sowieso immer garantiert, betont Ralph Kricke.

Das Ganze kostet wie üblich einen Eintritt, stattdessen werden die Pins verkauft – in diesem Jahr eine Mundharmonika. Sie sind für die Finanzierung des Festivals unverzichtbar. Die Veranstalter bitten deshalb darum, sie wieder fleißig zu erwerben – im Idealfall werden alle 4000 Stück verkauft.

Pinneberger SummerJazz, 9.–12.8., Do ab 18 Uhr, Fr ab 16, Sa u. So ab 11 Uhr. Alle Infos gibt es auf www.summerjazz.de