Pinneberg
Entschärfung

Bombenfund:Helgoländer Düne wird Dienstag geräumt

Eine englische Fliegeraufnahme zeigt die völlig zerstörte Insel Helgoland nach dem Bombenangriff am 18. April 1945

Eine englische Fliegeraufnahme zeigt die völlig zerstörte Insel Helgoland nach dem Bombenangriff am 18. April 1945

Foto: Kurverwaltung Helgoland/Archiv

1000 Pfund schwere Bombe, die Montag im Südhafen entdeckt worden ist, kann wegen ihrer Größe und Lage nicht vor Ort entschärft werden.

Helgoland.  Mit Bomben kennen sich die Helgoländer aus. Viele Kriegslasten wurden auf der Hochseeinsel schon gefunden und entschärft. Doch diese 1000 Pfund schwere Bombe, die am Montag im Südhafen entdeckt wurde, ist sogar für Helgoländer Verhältnisse eine Besonderheit. Aufgrund ihrer Größe und Lage kann sie nicht, wie erst angenommen, vor Ort entschärft werden. Nach Absprache mit einem eigens eingeflogenen Experten des Kampfmittelräumdienstes wurde die bereits für eine Sprengung vorgesehene Räumung des Gebiets wieder aufgehoben. Vielmehr wurde entschieden, die Bombe fortzuschaffen und auf der Helgoländer Düne zu entschärfen.

Wie die Gemeinde Helgoland am Montag mitteilte, wird die gesamte Düne für die Bombenentschärfung heute von 16 Uhr an gesperrt, sämtliche Urlauber müssen das Gebiet verlassen. Von 15 Uhr an bringen die Boote nur noch Fluggäste und keine Touristen mehr zur Düne hinüber. Wie lange die Sperrung andauern wird, war am Montag nicht abzusehen.

Die Bombe wurde aufgrund von Untersuchungen im Südhafengebiet entdeckt. Die Gemeinde Helgoland plant den Umbau des Hafenbeckens. Im vergangenen Jahr musste ebenfalls ein Teil der Insel für eine Entschärfung gesperrt werden. Damals wurde eine 500 Pfund schwere Fliegerbombe entdeckt.