Pinneberg
Satelliten-Aufnahmen

Wie das All den Kreis Pinneberg sieht

Mitten in der Nordsee liegt Helgoland mit seiner Nebeninsel Düne. Auf ihr ist der kleine Flugplatz neben dem Campingplatz sowie einem alten und neuen Bungalowdorf angelegt. An den weißen breiten Stränden aalen sich neben Touristen auch Seehunde und Kegelrobben in der Sonne. Die lassen sich, genau wie die Lange Anne an der Nordspitze der Hauptinsel, von oben nur erahnen

Mitten in der Nordsee liegt Helgoland mit seiner Nebeninsel Düne. Auf ihr ist der kleine Flugplatz neben dem Campingplatz sowie einem alten und neuen Bungalowdorf angelegt. An den weißen breiten Stränden aalen sich neben Touristen auch Seehunde und Kegelrobben in der Sonne. Die lassen sich, genau wie die Lange Anne an der Nordspitze der Hauptinsel, von oben nur erahnen

Foto: Contains modified Copernicus Sentinel data 2018/LVermGeo SH / HA

Landesamt veröffentlicht Fotos von Schleswig-Holstein aus Copernicus-Satelliten. Sie anzuschauen macht einfach Spaß.

Kreis Pinneberg.  Sie sind die Grundlage klassischer Landkarten, mit ihnen werden inzwischen aber auch Navigationssysteme gefüttert, Onlinedienste greifen darauf zurück, und Ingenieure wie Wissenschaftler ziehen aus ihnen Schlüsse: Die Rede ist von der Fülle an topografischen Daten, die das Landesamt für Vermessung und Geoinformation Schleswig-Holstein (LVermGeo SH) erhebt – und der Öffentlichkeit zur Verfügung stellt. Nun kommt eine neue Quelle ins Spiel, Fotografien aus dem All, alle fünf Tage neue. Eine Verwendung dafür muss der Betrachter nicht haben. Es macht einfach Spaß, sie anzusehen. Das ist nun kostenlos möglich.

Wedel mit seinen Hafenbecken und der Elbe, auf der zur Zeit der Aufnahme kleine Schaumkronen zu erkennen sind, an anderen Tagen auch mal ein Schiff; das tiefblaue Nordseewasser rund um Helgoland; die Westumgehung in Pinneberg, die als Sandtrasse ganz deutlich zu erkennen ist: Es gibt so viel zu entdecken auf den Bildern.

Aber das ist eigentlich nur ein angenehmer Nebeneffekt für den privaten Betrachter ohne berufliche Mission. Nützlich sind sie beispielsweise im Straßenbau, in der Landwirtschaft oder im Hochwasserschutz. Die Bilder stammen von Copernicus Sentinel-2, zuständig für die Dokumentation der Vegetation und eine von insgesamt sechs Satelliten-Familien innerhalb des Erdbeobachtungsprogramms Copernicus.

Alle fünf Tage nehmen sie über Schleswig-Holstein neue Bilder auf. So werden Veränderungen in der Topografie sofort dokumentiert. Diese Aktualität an freiem topografischen Datenmaterial ist neu. Mit diesem Vorgehen ist das LVermGeo SH im Bundesgebiet Vorreiter – erstmals werden vorbearbeitete Satellitenbilder der Copernicus Sentinel-2 für die Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Über den Link https://danord.gdi-sh.de/view/copernicus können sich Bürger die Bilder ansehen und vom LVermGeo SH über einen webbasierten Kartendienst, einen sogenannten WebMapService, beziehen.

„Wir freuen uns, unsere Produktfamilie mit diesem Vorgehen erweitern zu können. Schleswig-Holstein ist somit auf der Grundlage von aktuellsten Daten bestens für Entscheidungsprozesse aufgestellt“, sagt Cornelia Weber, Direktorin des LVermGeo SH.

Sentinel-2 soll auch Daten für den Klimaschutz liefern

Die Raumfahrtmission Sentinel-2, bestehend aus Sentinel-2A und Sentinel-2B, ist ein Paar optischer Erdbeobachtungssatelliten in einem sonnensynchronen Erdorbit. Sie gehören – ebenso wie die Satellitenpaare Sentinel-1 und Sentinel-3 – zum Copernicus-Programm der Europäischen Union für Global Monitoring for Environment and Security und sind Teil der Sentinel-Satellitenreihe. Sentinel-2 soll Daten für den Klimaschutz, zur Landüberwachung sowie zum Katastrophen- und Krisenmanagement auf der Erde liefern.

Hier geht’s zu den Satelliten-Bildern.