Pinneberg
Quickborn

Untersuchungen der Salzstruktur in Quickborn

Quickborn.  Zur Klärung der oberflächennahen Untergrundverhältnisse setzt der Geologische Dienst des Landes seine geowissenschaftlichen Untersuchungen im Südosten von Quickborn fort. Die Messungen erfolgen im Holmmoorweg (nachts, 23./24. Juni), Harksheider Weg zwischen Ulzburger Landstraße und Holsten-Stadion (nachts, 25./26. Juni), Peperkamp (27. Juni) und Am Seekamp zwischen Fabrikweg und AKN (28. Juni). Aufgrund der Sensitivität der Messungen ist eine Sperrung der Messstrecke für Fahrzeuge erforderlich. Anliegern wird bei Bedarf eine Zufahrt zum Grundstück ermöglicht.

Bei den Messungen wird von einer seismischen Vibrator-Quelle ein schwacher und von Menschen nur im unmittelbaren Nahbereich gering spürbarer Druckimpuls erzeugt, der sich im Untergrund ausbreitet und von Schichtgrenzen reflektiert wird. Die Laufzeit des reflektierten seismischen Impulses wird an der Erdoberfläche aufgezeichnet. Das Ergebnis der seismischen Messungen ist ein Abbild der Untergrundstruktur, bei dem die Schichtgrenzen im Untergrund deutlich werden.

Zum Hintergrund: Quickborn liegt auf einer Salzstruktur, die sich in Richtung Süden bis weit nach Hamburg hinein erstreckt. Deren Dach liegt teilweise weniger als 30 Meter unter der Oberfläche und kann sowohl aus lösungsfähigem Anhydrit oder Gips als auch aus nicht lösungsfähigen Tonen bestehen. Ist im Dachbereich lösungsfähiges Gestein enthalten, kann das zu Bodensenkungen oder Erdfällen führen, wie etwa im Juni 2010 in der Marienhöhe in Quickborn geschehen.