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Quickborn

Stadtmarketingverein in Quickborn aufgelöst

Quickborn. Der Stadtmarketingverein Quickborn hat sich nach nur zwei Jahren seines Bestehens aufgelöst. Bei der letzten Mitgliederversammlung fanden sich keine Nachfolger für Michael Unger, der nicht mehr für den Vorsitz kandidierte. Zudem zeigte sich der Vorstand schwer enttäuscht von der Abfuhr der Politik, die dem Verein kein festes Budget für seine Arbeit bereitstellte.

So hatte der Verein insgesamt knapp 62.000 Euro beantragt, um mehrere Veranstaltungen zu organisieren, Image-Broschüren zu drucken, eine eigene Homepage zu entwerfen, Quickborn-Taschen anfertigen zu lassen, den Weihnachtsmarkt neu zu gestalten und den Aufwand für seine Arbeit bezahlen zu können. Die Politiker zeigten sich mehrheitlich nur bereit, jeweils einzelne Anträge punktuell finanziell unterstützen zu wollen.

Zudem wehrte sich der Verein gegen den Einfluss der Politiker, die sich um Vorstandsposten bemüht hätten, so der scheidende Vorsitzende Unger. „Dies gipfelte in der Drohung, dass von der Politik keine finanziellen Mittel zu erwarten wären, wenn man satzungsgemäß Politiker von Vorstandsfunktionen ausschließen würde.“ Das wollte der Marketingverein partout nicht zulassen, um unabhängig zu bleiben.

Damit geht ein jahrelanger Prozess unversöhnlich zu Ende, den die Verwaltung mit Bürgerveranstaltungen angestoßen hatte. Der Stadtmarketingverein hoffe, dass die Quickborn-Gutscheine, die in Geschäften der Stadt als Bargeld eingesetzt werden können, weiter bestehen bleiben, so Unger. Auch für mehr Vielfalt auf dem Wochenmarkt und die Verlegung der Polizeiwache in die City hatte sich der Verein eingesetzt.