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Wedel erwägt neue Proben vom Kleiboden am Strand

Im März 2018: Petra Kärgel (r.) und  Inge Zeißler bemängeln, dass der Wedeler Strand verschwindet

Im März 2018: Petra Kärgel (r.) und Inge Zeißler bemängeln, dass der Wedeler Strand verschwindet

Foto: Thomas Pöhlsen / HA

Auf Initiative der Grünen im Rat will die Wedeler Stadtverwaltung das Gutachten über den Elbstrand möglicherweise erweitern.

Wedel.  Auch wenn das Ergebnis eines Gutachtens über Klei und Bauschutt vor dem Wedeler Strandbad (wir berichteten) positiv ausgefallen sei: Die Stadt will – soweit „finanziell leistbar“ – die Untersuchung vertiefen, um weitere Aufschlüsse über den Boden in diesem Bereich zu gewinnen. Das hat Rathaussprecher Sven Kamin nun angekündigt.

Das auf Antrag der Grünen im Rat von der Stadt in Auftrag gegebene Gutachten habe die Unbedenklichkeit des Kleibodens und des an die Oberfläche kommenden Bauschutts festgestellt, so Kamin. Bei dem zutage tretenden dunkelgrauen, feinkörnigen Material handelt es sich demnach nicht um Schlick, sondern um Klei. Kamin: „Schlick ist im eigentlichen Sinne ein organisches Material. Der dunkelgraue Boden, der vor dem Wedeler Strand zu sehen ist, ist anorganisch und deshalb kein Schlick sondern Klei.“ Dieses Material werde üblicherweise im Deichbau verwendet.

Der Kleiboden habe bei der Untersuchung auf Schadstoffe lediglich einen hohen Sulfatwert aufgewiesen, der allerdings natürlichen Ursprungs sei. Er gehe auf Meersalzablagerungen zurück, die von der Nordsee mit dem Elbwasser bis nach Wedel gelangten und über die Jahre im Klei gebunden worden seien. Er sei deshalb nicht besorgniserregend. Kamin: „Andere Stoffe wurden nicht in erhöhter Konzentration nachgewiesen.“

Auf Initiative der Grünen sollen weitere Fragen untersucht werden, auf die die Untersuchung bisher keine Antworten gibt. Sven Kamin: „Die Antragssteller sind deshalb gebeten worden, die von ihnen als notwendig erachteten Parameter einer neuen Untersuchung zu spezifizieren. So die daraus resultierenden Anforderungen im finanziell leistbaren Rahmen liegen, will die Stadt eine entsprechende Erweiterung des Gutachtens in Auftrag geben.“