Pinneberg
Kultur

Detlef Allenberg – Ein Leben für die Kunst

Detlef Allenberg mit Museumsleiterin Ina Duggen-Below

Detlef Allenberg mit Museumsleiterin Ina Duggen-Below

Foto: Mirjam Rüscher / HA

Das Pinneberg Museum zeigt zum 80. Geburtstag des Künstlers einen Querschnitt seines Schaffens

Pinneberg.  Aquarelle, Illustrationen, verschiedene Drucke, Lithografien, Farbradierungen, Skulpturen – Detlef Allenberg hat ein riesiges Repertoire an Techniken, mit denen er seine Bilder gestaltet. In mehr als 60 Jahren künstlerischen Schaffens hat er unzählige Bilder angefertigt. Durch ein paar Hundert davon hat sich Ina Duggen-Below gearbeitet und eine Auswahl zusammengestellt. Diese Auswahl ist ab Freitag, 18. Mai, im Pinneberg Museum zu sehen, dann wird die neue Sonderausstellung „Detlef Allenberg – zum 80sten Geburtstag“ eröffnet.

Die Leiterin des Pinneberg Museums hatte die Qual der Wahl, wie sie selbst sagt. „Detlef Allenberg ist ein sehr spannender Künstler, weil er technisch so vielfältig ist. Wir wollten einen Querschnitt durch sein Werk zeigen“, so Duggen-Below.

Um eine möglichst große Viefalt zeigen zu können, wurde die Ausstellung zweigeteilt. Im ersten Teil bis zur Sommerpause ab 1. Juli sind Werke bis in die 70er-Jahre zu sehen, im zweiten Teil ab 1. September kommen dann Bilder von den 80ern bis heute dazu. „Wer weiß, vielleicht mache ich bis dahin ja noch etwas Neues“, sagt Allenberg und lacht. Immerhin hat Ina Duggen-Below die Auswahl für den zweiten Teil der Ausstellung noch nicht getroffen.

Das künstlerische Talent zeigte sich schon früh

Erstmals gezeigt werden Bilder und Objekte, die Detlef Allenberg bereits in der seiner Kindheit angefertigt hat. Porträts seines Vaters oder seiner Schwester, die er mit gerade mal zehn Jahren gemalt hat. Oder die kleinen Modellautos, die er als Achtjähriger selbst gebaut hat. „Man kann an diesen ganz frühen Arbeiten schon das Talent sehen, das ihm in die Wiege gelegt wurde“, betont Ina Duggen-Below.

Die Ausstellung zum 80. Geburtstag des Künstlers war ihre Idee. Ein Vorschlag, den der Pinneberger gern annahm. Eine so umfassende Schau sei etwas sehr Besonderes. Allenberg „strandete“ als Achtjähriger mit seinen Eltern und Geschwistern nach den Wirren der Flucht aus Ostpreußen in Pinneberg. „Wir bekamen ein leeres Zimmer und fünf Kilo Stroh pro Nase. Das war’s. Wir hatten damals nichts“, erinnert er sich. Für seine Kreativität sei das sicherlich förderlich gewesen. „Ich habe mich von Anfang an mit Kunst beschäftigt. Kunst war für mich immer das Wichtigste im Leben.“

Die Kunst ist seine Passion, sein Beruf war sie nie. Sein Geld hat er als Lehrer verdient. „Ich konnte nie von der Kunst leben, das wollte ich aber auch nie.“ Um so erstaunlicher ist der Schaffensprozess, der hinter ihm liegt.

Was seine Arbeiten ausmacht? „Im Grunde mache ich immer das Gleiche, ich entwickle etwas Neues“, sagt Allenberg und lacht. Seine Bilder entstehen aus Offenheit, betont der Künstler. Titel finde er immer erst am Ende, die Verdichtung entstehe gewissermaßen im Gespräch mit den Bildern.

Die Ausstellung versucht, die einzelnen Phasen und Entwicklungen abzubilden, immer verknüpft mit seiner Biografie. Wie groß die Sprünge sind, ist Allenberg selbst durchaus bewusst. „Wer mich und meine Arbeiten kennt, wird Schwierigkeiten haben, einige der Werke damit in Einklang zu bringen“, ist sich Allenberg sicher. Für Ina Duggen-Below macht das auch den Reiz an der Ausstellung, sie lädt dazu ein, Detlef Allenberg und seine vielfältige Kunst noch einmal neu zu entdecken.

Detlef Allenberg – zum 80sten Geburtstag, Teil 1 bis 30. Juni, Teil 2 vom 1.-30.9. im Pinneberg Museum, Dingstätte 24; Vernissage am Fr 18.5., um 17 Uhr; Öffnungszeiten: Di, Mi, Fr 17-19 Uhr, Do 10-12 und 15-17 Uhr, Sa 11-13 Uhr und So 15-17 Uhr, Eintritt frei