Pinneberg
Rellingen

67 Hunde auf Fuerteventura vor dem Tod gerettet

Zogen eine positive Bilanz: Dominik Schön, Stephanie Schön, Rosemarie Schmidt, Sina Hanke, Sandra Schmidt (von links) von Animal Care

Zogen eine positive Bilanz: Dominik Schön, Stephanie Schön, Rosemarie Schmidt, Sina Hanke, Sandra Schmidt (von links) von Animal Care

Foto: Michael Schick / HA

Animal Care in Rellingen engagiert sich auch in Spanien. Der Verein hat bereits mehr als 100 Mitglieder

Rellingen.  Der Verein wächst. 103 Männer und Frauen engagieren sich bei Animal Care in Rellingen für den Tierschutz, Ende 2016 waren es noch 84. Deutlich nach oben geklettert sind auch die Einnahmen, wie die Vorsitzenden, Sina Hanke und Stephanie Schön, während der Mitgliederversammlung sagten: 36.126 Euro hat der Verein im Vorjahr eingenommen, knapp 11.000 Euro mehr als 2016. Der Großteil entfiel auf Spenden. Gut 40.000 Euro flossen 2017 in Hilfsprojekte, die Differenz hat der Vorstand aus Rücklagen ausgeglichen.

67 Hunde haben die Tierschützer auf Fuerteventura vor dem Tod gerettet. Die kanarische Insel ist die Keimzelle des Vereins: Dort haben sich Hanke und Schön 2008 kennengelernt und 2012 Animal Care gegründet. Die Fotos während der Mitgliederversammlung dokumentierten das Elend der Tiere auf der Sonneninsel. Sie werden in Tötungsstationen abgegeben. Krank, verletzt, abgemagert siechen sie dahin. Die Rellinger holten nicht nur die Hunde ins Leben zurück, sie zeigten die Betreiber auch an und bauten auf dem Grundstück einer dortigen Freundin einen Welpenauslauf.

Doch auch vor der Vereinstür werden die Tierschützer aktiv: Regelmäßig fangen sie auf Bauernhöfen Katzen ein und lassen sie kastrieren, um gegen das Katzenelend zu kämpfen. Die Tiere vermehren sich enorm schnell, die Folge: Der Nachwuchs wird krank und, wie Sina Hanke sagt, auch heute noch ertränkt, erschossen oder totgeschlagen. 2017 haben sie in Absprache mit einem Landwirt im Kreis Plön 30 Hofkatzen kastrieren lassen. Die Kosten trägt der Verein. Animal Care unterstützt die „Hei-Lo-Ranch“ in Klein Offenseth-Sparrieshoop, wo Tiere in Not ein Zuhause finden, und die Smeura in Rumänien, das größte Tierheim der Welt, mit Futterspenden. In diesem Jahr will der Rellinger Verein auch damit beginnen, Hunde aus Fuerteventura selbst zu vermitteln.

„Und wir wünschen uns, dass unsere Mitglieder aktiv werden“, sagen die beiden Chefinnen. Ideen gibt es viele, nur nicht ausreichend Schultern, auf die die Arbeit verteilt werden können. So würden Hanke und Schön gern eine Projektgruppe Kinder-Tierschutz ins Leben rufen, und Helfer für Kastrationen und öffentliche Veranstaltungen werden immer gesucht.

Weitere Informationen per E-Mail an info@animalcare-tierschutz.de und unter
www.animalcare-tierschutz.com