Pinneberg
Stadtentwicklung

So soll Pinnebergs neue Fußgängerzone aussehen

Blick von der Friedrich-Ebert-Straße in Pinnebergs Bismarckstraße, die autofrei werden wird

Blick von der Friedrich-Ebert-Straße in Pinnebergs Bismarckstraße, die autofrei werden wird

Foto: Stadt Pinneberg

Bismarckstraße wird autofrei:Förderbescheid vom Innenminister soll zum Startschuss für Investition in der Innenstadt werden

Pinneberg.  Pinnebergs Innenstadt ist eine City im Wandel. Der Anfang ist bereits gemacht. Davon konnte sich Hans-Joachim Grote (CDU) kürzlich überzeugen. Und zwar während eines Rundgangs, den Schleswig-Holsteins Innenminister gemeinsam mit Bürgermeisterin Urte Steinberg und etlichen Politikern unternahm.

Für Pinneberg hat sich der ministerielle Besuch fraglos gelohnt – denn Grote hatte einen Scheck im Gepäck. 157.000 Euro gibt’s für die Umgestaltung der Straße Am Rathaus, die zum Startschuss für den Umbau der westlichen Innenstadt werden soll. Die Bismarckstraße soll zwischen Rathaus und VR-Bank-Gebäude zur Fußgängerzone werden.

Politik beschloss die Planung bereits im Jahr 2016

Pinneberg hatte lange auf das erhoffte Geld aus Kiel warten müssen: Der Ausschuss Stadtentwicklung hatte die Konzeption für den Umbau des besagten Teils der City bereits im Oktober 2016 beschlossen. „Wir planen jetzt, mit der Umgestaltung der südlichen Bismarckstraße und der Straße Am Rathaus noch in diesem Jahr zu beginnen“, so Pinnebergs Bauamtschef Klaus Stieghorst. Die Förderbescheide für die Straße Am Rathaus und für den Umbau der südlichen Bismarckstraße zwischen Rathaus und dem VR-Bank Gebäude seien Voraussetzung für den Start der Ausschreibung beider Maßnahmen. Nun könnten zeitnah Firmen gesucht werden. Ziel sei es, möglichst bald mit dem Bau zu beginnen. Spiele das Wetter mit, könne die Umgestaltung womöglich in der ersten Jahreshälfte 2019 abgeschlossen werden.

Wichtig für Geschäftsinhaber und Anwohner: Während der Bauphase sollen alle anliegenden Grundstücke laut Stieghorst weiterhin erreichbar sein. Die einzelnen Bauphasen würden, wie schon beim Ausbau der Fußgängerzonen in der Dingstätte, jeweils direkt vor Ort mit den Anliegern abgestimmt.

Der Baubeginn wird – erfolgreiche Ausschreibung vorausgesetzt – für Herbst 2018 angepeilt. Für den ersten Bauabschnitt, den Umbau der Straße Am Rathaus werden rund zwei Monate veranschlagt, für die Umgestaltung der Bismarckstraße zur Fußgängerzone etwa sechs Monate. „Wir werden die Bevölkerung sowie die Marktbeschickter über den Fortgang der Maßnahmen informieren“, sichert Bürgermeisterin Steinberg Transparenz zu. Sind die Bauarbeiten abgeschlossen, wird der Sonnabendwochenmarkt in die Innenstadt verlegt. „Die Kaufmannschaft hat mehrfach bekräftigt, wie wichtig die Verlegung für den stationären Einzelhandel in der Innenstadt ist“, so Steinberg. Und weiter: „Wir konnten den Markt noch nicht verlegen, weil die Voraussetzung dafür der Umbau der Straße Am Rathaus ist.“ Die bislang als Einbahnstraße ausgewiesene Straße wird künftig in beide Richtungen befahrbar sein. Nur das ermöglicht auch den Lieferverkehr.

Die bislang von Autos befahrene Bismarckstraße soll mit Sitzbänken ausgestattet werden. Zudem werden Zierkirschen gepflanzt. An der Einmündung zur Friedrich-Ebert-Straße werden Poller aufgestellt, um zur Not Rettungsfahrzeugen den Weg freimachen zu können.

Später soll dann die sogenannte Ebertpassage in Angriff genommen werden. Sie verläuft an dem neuen Gebäude der Volksbank Pinneberg-Elmshorn vorbei in Richtung des Parkplatzes beim Bekleidungshaus Kunstmann. Langfristig soll mit der neuen Passage ein attraktiver Durchstich zum Kreuzungsbereich Untere Dingstätte, kleine Elmshorner Straße und Schauenburger Straße gelingen. Dieser Bereich der Innenstadt fristet derzeit noch ein Schattendasein und soll mittels baulicher Aufwertung näher an die City herangeholt werden.

Die Kosten des ersten City-Liftings betragen voraussichtlich 667.000 Euro für den Ausbau der südlichen Bismarckstraße der Straße Am Rathaus. Der Förderbescheid über 507.000 Euro für die südliche Bismarckstraße hatte der Stadtverwaltung bereits vorgelegen. „Es kann endlich gebaut und die Innenstadt wieder ein Stück attraktiver werden“, so Steinberg. Die Umgestaltung der Innenstadt, deren Gesamtkosten auf etwa
1,8 Millionen Euro geschätzt werden, fußt auf dem Städtebauförderprogramm „Aktive Stadt- und Ortsteilzentren“. Bereits im Jahr 2009 war mit den Planungen begonnen und anschließend der östliche Teil der City nebst Drosteiplatz aufgehübscht worden.