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Elmshorn

Überwachung per Video scheiterte an den Finanzen

Elmshorn.  Die Video-Überwachung der Bahnsteige im Elmshorner Bahnhof ist am Geld gescheitert. Das hat der SPD-Bundestagsabgeordnete Ernst Dieter Rossmann jetzt nach eigenen Angaben aus dem Bundesinnenministerium erfahren.

Grund dafür, dass die Bahnhöfe Neumünster und Elmshorn anders als vorgesehen nicht mit der Kameratechnik ausgerüstet werden, sei die begrenzte finanzielle Ausstattung des „Sofortprogramms Video“ der Deutschen Bahn AG. Rossmann: „Das Geld wird nach Gefährdungsstatus vergeben.“

Einerseits sei es positiv, so Rossmann, dass Elmshorn auf dieser Liste nicht höher stehe. „Andererseits wäre die Video-Überwachung im unmittelbaren Bahnhofsbereich fraglos trotzdem sinnvoll.“

Bundesweit sind aus dem Programm, über das eigentlich 100 Bahnhöfe mit Kameras ausgestattet werden sollten, lediglich 37 Stationen ausgerüstet worden. Wichtige Großbahnhöfe wie Hamburg-Hauptbahnhof, Hannover und Köln haben diese Ausstattung bereits auf anderem Wege erhalten. Für Rossmann ist die Zielrichtung damit klar. „Wenn alle Stellen der Auffassung sind, dass es für die ursprünglich geplanten 100 Bahnhöfe sinnvoll ist, die Kameras zu bekommen, kann man nicht einfach nach einem guten Drittel Schluss machen. Es muss also mehr Geld in das Programm investiert werden.“

Bei seinen nächsten Gesprächen mit Bahnverantwortlichen will der SPD-Mann das Thema deshalb erneut ansprechen und auch beim Innenminister noch einmal nachhaken.