Pinneberg
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Wie es Kunst in die Rathauspassage schafft

Die Pinneberger Malerin Mouna Ramcke stellt in der Rathauspassage aus – auch das Werk mit dem Titel „Mein Name ist Erde: Rette mich“

Die Pinneberger Malerin Mouna Ramcke stellt in der Rathauspassage aus – auch das Werk mit dem Titel „Mein Name ist Erde: Rette mich“

Foto: Ulrich Stückler

In Pinneberg wird dem Leerstand im Einkaufszentrum der Garaus gemacht: Malerin Mouna Ramcke stellt in der Passage aus.

Pinneberg.  Nebenan gibt’s Duftwässerchen. Gegenüber belegte Brötchen. Pinnebergs Rathauspassage ist ein ganz normales Einkaufszentrum, keine Frage. Eines, in dem es auch mal zu Mieterwechseln kommt. Und somit zeitweise zu Leerstand. Gut, wenn es Künstler wie Mouna Ramcke gibt. Bild für Bild trägt die in der Kreisstadt lebende Malerin in ein verwaistes Ladengeschäft, im dem bis vor Kurzem noch Damenmode verkauft wurde. Pinnebergs Passage wird zu einer Galerie auf Zeit. Für Sonnabend, 17. März, ist sogar eine Vernissage geplant – los geht es dann um 11 Uhr.

Mouna Ramcke freut sich schon auf viele Besucher. Für die hat sie eine Botschaft: Rettet diese Erde! „Mein Thema ist schon seit 2003 der Klimawandel“, sagt die 66-Jährige, die in Vancouver, Portsmouth und Paris studiert hat. Es sind oft Reisen, die Ramcke Anstöße geben. Trips nach Venedig („Eine Stadt, durch die Riesenschiffe fahren“) und Hongkong hätten sie zusätzlich für ökologische Probleme sensibilisiert. Auch in Venedig entstandene Bilder werden in der Passage ausgestellt. Wie lange die Werke, auf denen verzweifelte Eisbären und eine auseinanderbrechende Erde zu sehen sind, in der Passage bleiben, weiß Ramcke nicht. „Wohl bis der Laden neu vermietet ist“, sagt sie. Das Gastspiel ist für Mouna Ramcke die Neuauflage einer Kunstaktion von 2014. Seinerzeit hatte die Künstlerin mit ihren Bildern schon einmal einen Leerstand in der Pinneberger Passage „bespielt“.

Mouna Ramcke ist Französin. Ihre Kindheit hat sie in Paris und Toulouse verbracht. Seit 1981 lebt sie in Pinneberg. Als Künstlerin. Hatte sie einst Räume an der Bahnhofstraße, ist Ramcke mit ihrem Atelier Aqua-Art mittlerweile im Quellental heimisch geworden. Dort gibt sie Malkurse, Interessierte können sich an Aquarellen ebenso versuchen wie an Ölbildern. Erreichbar ist die Malerin per E-Mail (aqua-art@t-online.de) sowie telefonisch unter der Rufnummer 04101/69 36 21. Die Bilder in der Rathauspassage können auch gekauft werden. Die Pinneberger Rathauspassage an der Friedrich-Ebert-Straße ist wochentags von 9 bis 19 Uhr und sonnabends von 9 bis 16 Uhr geöffnet.

Vernissage von Mouna Ramcke: Sa 17.3., 11 Uhr, Rathauspassage Pinneberg, Friedrich-Ebert-Str. 31