Pinneberg
Kreis Pinneberg

Bestand an Wildschweinen im Kreis steigt stark

Kreis Pinneberg. Die Afrikanische Schweinepest beschäftigt auch die Kreisjägerschaft in Pinneberg. „Wir haben Schwarzwild insbesondere im nordöstlichen Teil des Kreises Pinneberg. Es handelt sich um eine Population, die kreisübergreifend um das Areal des ehemals geplanten Großflughafens herum lebt“, sagt Kreisjägermeister Wolfgang Heins. Dazu gehören die Gemeinden Bokel, Lutzhorn, Heede, Hemdingen und Quickborn. Eine kleinere Population lebt im Südwesten in Holm und Wedel. Diese Tiere wandern vermutlich vom Klövensteen aus zu. „Wir können zwar feststellen, dass die Zahl der Tiere in den vergangenen Jahren gestiegen ist, wir wissen aber nicht genau, wie viele Wildschweine im Kreisgebiet leben“, sagt Heins. „Deshalb sind Forderungen, man möge 70 Prozent der Wildschweine schießen, dummes Zeug. Es gibt keine Bezugsgröße – 70 Prozent wovon?“

Hinweise auf das Wachsen der Populationen geben die Streckenzahlen, die Jahr für Jahr die Anzahl der erlegten Tiere dokumentieren. Wurden im Jahr 2004 nur 15 Wildschweine erlegt, waren es 2017 bereits 80. Zwar gibt es immer mal wieder ein Auf und Ab, doch der Trend zeigt langsam nach oben.