Pinneberg
Adventsserie

Weihnachtlicher Dank an die Tiere im Wald

Die Erzieher Jennifer Zorn und Timo Wähling mit ihren Wurzelwerkern von der Robinson-Kita in Hasloh

Die Erzieher Jennifer Zorn und Timo Wähling mit ihren Wurzelwerkern von der Robinson-Kita in Hasloh

Foto: Burkhard Fuchs / HA

In unserem Adventskalender stellen wir heute den Robinson-Kindergarten in Hasloh vor. Die Kinder verbringen viel Zeit in der Natur.

Hasloh.  Für die 15 Kinder der Waldgruppe Wurzelwerk des Robinson-Kindergartens in Hasloh ist schon Weihnachten. Im Schnee haben sie wieder ihren Weihnachtsbaum mitten im Pfingstwald geschmückt. Nicht nur mit bunten Kugeln. Auch Äpfel, Vogelfutter, kleine Wurzeln und anderes Essbares wird da in den Baum gehängt. „Damit bedanken wir uns bei den Tieren und Vögeln, dass wir das Jahr über bei ihnen sein dürfen“, erklärt Walderzieher Timo Wähling das Ritual.

Auch zum Erntedankfest werde der Tiere im Wald an der Pinneberger Straße mit einer Futterkrippe gedacht, wo im Sommer auch ein Kletterwald zum Hangeln in luftiger Höhe einlädt. Auch drei Rehe kreuzten fast täglich die Kinderschar, wenn diese sich von ihrer Schutzhütte auf den Weg zu ihrem Spielplatz im Wald macht. Hasen, Igel, Mäuse, Insekten sowie Spatzen, Spechte, Meisen, Rotkehlchen und Mäusebussarde – die Bewohner des Waldes sind den Kindern vertraut. „Sie freuen sich immer, die Tiere zu sehen“, sagt Erzieherin Jennifer Zorn.

„Die Kinder sind hier ganz in ihrem Element, und es macht ihnen einen Riesenspaß, draußen in der Natur zu sein“, sagt Erzieher Wähling, der die Wurzelwerker seit drei Jahren betreut. Bei Wind und Wetter sind sie immer draußen, spielen mit Ästen und Blättern, turnen auf Baumstümpfen herum, verstecken sich und bauen sich kleine Höhlen.

Sie beschäftigen sich mit den Dingen, die sie hier vorfinden. Die Eltern bringen sie schon morgens zum Waldparkplatz. Nur bei Sturm bleiben sie in der Kita am Mittelweg, wohin sie dann zum Mittagessen vom Waldspielplatz laufen. „Weil sie ständig draußen sind, sind sie auch weniger anfällig für Krankheiten“, hat Wähling festgestellt.

Die Waldgruppe der Robinson-Kita gehört seit einem Jahr zum ASB, erklärt Kita-Leiterin Gabriele Liebert. Eine Elterninitiative hatte sie vor 20 Jahren als Verein gegründet. Doch mit inzwischen drei Elementargruppen, den Wurzelwerkern und bald auch einer Krippengruppe konnte die Kita mit ihren zurzeit 75 Kindern nicht mehr ehrenamtlich geleitet werden.

Auch räumlich haben sich die Robinson-Kinder verändert. Anfangs noch an der Grundschule, sind sie nun in die ehemaligen Räume des evangelischen Kindergartens umgezogen, der ganz in der Nähe neu gebaut wurde.

Auch hier am Mittelweg steht alles im Zeichen des bevorstehenden Weihnachtsfestes. „Wir stellen das jedes Jahr unter ein bestimmtes Motto“, sagt die Kita-Leiterin Liebert. Voriges Jahr drehte sich alles um die Wichtel von Bullerbü. In diesem Jahr ist die Weihnachtsmaus das Hauptthema beim Singen von Liedern, Erzählen von Geschichten, Backen von Keksen und verschiedenen Spielen.

Willkommen sind Kinder aller Konfessionen

Bei aller Liebe zum Weihnachtsfest mit Adventskalender und Krippe – die Kita sei nicht konfessionell, betont Gabriele Liebert. „Uns sind Kinder aller Konfessionen willkommen.“ Neben den christlich geprägten Kindern würden auch welche mit muslimischer Herkunft betreut, die aus geflüchteten Familien in dem stark wachsenden Dorf stammten. „Jedes Kind ist einmalig“, sagt die Kita-Leiterin Liebert über das Selbstverständnis ihrer Einrichtung.

Hier werde auch generationsübergreifend erzogen. „Die Kinder lieben es, mit den Bewohnern des Altenheimes am Rehberg Kekse zu backen, Drachen zu basteln oder Bingo zu spielen“, erzählt die Kita-Leiterin. „Dafür müssen sie dann vorher die Zahlen lernen.“