Pinneberg
Quickborn

Im Helenenhof entsteht ein Konzertsaal

Johannes Schneider ist froh, dass der Kulturverein mit dem Helenenhof von Margreth Cotterell eine neue Spielstätte gefunden hat

Johannes Schneider ist froh, dass der Kulturverein mit dem Helenenhof von Margreth Cotterell eine neue Spielstätte gefunden hat

Foto: Burkhard Fuchs / HA

Der Kultur-Verein Quickborn will in regelmäßigen Abständen Musikveranstaltungen im Helenenhof im Ortsteil Renzel anbieten.

Quickborn.  Die ersten Konzerte und Lesungen gab’s hier bereits. Nun soll der Helenenhof in Quickborn-Renzel zu einer ständigen Kulturstätte werden. Der Kultur-Verein Quickborn wollte für dieses Projekt Spenden sammeln und holte sich Hilfe von der Investitionsbank Schleswig-Holstein, die für solche Projekte eigens eine Spendenplattform eingerichtet hat. Auch wenn dieser Finanzweg offenbar weniger geglückt ist, sieht es zurzeit sehr gut aus, dass der Helenenhof zur Dauer-Spielbühne des Kulturvereins werden kann. Am 22. Dezember werden hier Weihnachtslieder gesungen.

„Wir haben hier einen Aufführungsort, von dem man nur träumen kann“, sagt Johannes Schneider, Erster Vorsitzender des Quickborner Kulturvereins, der sich erst vor zwei Jahren gegründet hat. „Das ist ein Geschenk für unseren Verein. Ein Juwel.“ Dass von den 12.000 Euro, die der Verein bis Ende des Jahres auf der Spendenplattform für einen Architekten einwerben wollte, nur ein paar Hundert Euro zusammenkamen, findet Schneider nicht so tragisch. Viel wichtiger sei, dass die Eigentümerin des Helenenhofes ihren ausgebauten Dachboden weiterhin zur Verfügung stelle.

Und die ist Feuer und Flamme für das kulturelle Leben in ihrer neuen Wahlheimat. „Mir macht das einfach nur sehr viel Spaß“, sagte Margreth Cotterell über ihr Engagement. „Wenn man einen so schönen Dachboden hat, darf der doch keinen Dornröschenschlaf fristen“, sagt die Freundin klassischer Musik.

Der Helenenhof, 1650 erstmals erwähnt, in Quickborns ältestem Stadtteil hat eine lange Geschichte. „Das Besondere ist, dass er über die Jahrhunderte durchgehend einer Familie gehörte“, sagt Margreth Cotterell, die das Gehöft 2001 erworben hat. „Wir sind erst die zweiten Besitzer.“ Ursprünglich wollte die gebürtige Hamburgerin den Hof als Ferienwohnung nutzen. Doch im Laufe der Zeit verliebte sie sich in das drei Hektar große Anwesen und zog nach Quickborn um.

Erst sei der Dachboden über dem früheren Kuhstall ausgebaut und isoliert worden, dann das Dach, berichtet Margreth Cotterell. Nun steht hier ein fast 300 Quadratmeter großer Saal zur Verfügung, der 100 Menschen Platz bietet. „Mein Ziel ist es, hier einmal im Monat ein Konzert zu veranstalten“, sagt die Quickborner Kulturmäzenin, die auf ihre eigenen Kosten den 100 Jahre alten Konzertflügel der Firma Rönisch gerade erst von einem Klavierbauer in Schwerin komplett neu aufbauen ließ.

Liederabend: Fr, 22.12., 16 Uhr, gemeinsames Weihnachtsliedersingen, begleitet von Andreas Cotterell am Piano