Politik

SPD will Wedeler Verkehr besser rollen lassen

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Thomas Pöhlsen
Zahlreiche Verkehrsprobleme wurden in Wedel angesprochen

Zahlreiche Verkehrsprobleme wurden in Wedel angesprochen

Foto: Daniel Reinhardt / dpa

Mehrere Initiativen wurden gestartet. Neues Gesamtverkehrskonzept für die Stadt und Ausbau der Bahnhofstraße gefordert.

Wedel.  Die Verkehrssituation in der Stadt bewegt die Wedeler. Das haben die Sozialdemokraten während ihrer jüngsten öffentlichen Mitgliederversammlung erfahren. Das Thema des Mega-Neubaugebietes Wedel-Nord hatten sie auf die Tagesordnung gesetzt, und die Sitzung sei „explodiert“, so Rüdiger Fölske. Zahlreiche Verkehrsprobleme wurden angesprochen. „Wir machen deswegen das Thema zu einem Schwerpunkte“, sagt die SPD-Fraktionsvorsitzende Sophia Jacobs-Emeis. Mit einer Reihe von Anträgen wollen die Genossen Bewegung in die Diskussionen bringen.

So soll ein neues Gesamtverkehrskonzept für die Stadt erarbeitet werden. 2001 wurde letztmalig so ein Konzept verabschiedet, erläutert der SPD-Planungsexperte Manfred Eichhorn. Seitdem hat sich manches verändert. Zudem wird an den Planungen für Wedel Nord gearbeitet. Dort sollen 2000 Menschen ein neues Zuhause finden. Und die Arbeit am Businesspark dürften demnächst weitergehen. Dies mache ein neues Konzept für Individual-, Auto-, Rad- und Fußverkehr in der Stadt nötig, so Eichhorn.

Weiterhin soll der Ausbau der Bahnhofstraße wieder auf die Agenda gesetzt werden. „Eine Konzeptwerkstatt im Jahr 2012 hat gute Ergebnisse erbracht“, sagt Eichhorn. Per Antrag will die SPD 70.000 Euro in den Haushalt für das kommende Jahr einstellen, um wenigstens die Vorplanungen durch ein Ingenieurbüro anzuschieben. Die Umsetzung aller Ideen, so wurde damals errechnet, kostet vier Millionen Euro.

Genossen wollen Ausgaben für die Nordumfahrung schieben

Bei einem anderen Verkehrsprojekt wollen die Sozialdemokraten jedoch (zwischenzeitig) auf die Bremse treten. „Die 1,1 Millionen Euro Planungskosten für die Nordumfahrung sollen aus dem Haushalt 2018 gestrichen werden“, sagt Ratsmitglied Wolfgang Rüdiger. Das Projekt steht zwar im Bundesverkehrswegeplan, doch vor 2030 ist nicht an eine Realisierung zu denken. Die Ausgaben für die Planung könnten also geschoben werden. Denn einerseits liegt der aktuelle Etatentwurf bei einem Plus von 400.000 Euro und damit noch ein gutes Stück vom selbst gesteckten Ziel eines Plus von jährlich einer Million Euro entfernt, um langfristig die Schulden der Stadt tilgen zu können. Und andererseits kämen weitere Kosten auf die Stadt durch die SPD-Anträge zum Gesamtverkehrskonzept und die Überplanung der Bahnhofstraße zu. Grundsätzlich halten die Sozialdemokraten an der Nordumgehung fest, so Rüdiger.

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