Pinneberg
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Schimmel-Kita: SPD fordert einen Neubau

Im Mittelpunkt der SPD-Klausurtagung stand die wegen Schimmelbefall geschlossene Kita Ostermannweg (Symbolbild)

Im Mittelpunkt der SPD-Klausurtagung stand die wegen Schimmelbefall geschlossene Kita Ostermannweg (Symbolbild)

Foto: Fredrik von Erichsen / dpa

Wettbewerb möglicher Träger geplant, um den Bestand an Kindertagesplätzen zu sichern. Zur Not soll es auch ohne Kirche gehen.

Pinneberg.  Pinnebergs Sozialdemokraten streben den Neubau einer Kindertagesstätte im Stadtgebiet an. Das ist ein Ergebnis einer Klausurtagung der SPD-Fraktion. „Wir haben intensiv über die bauliche Situation einzelner Kitas in Pinneberg gesprochen“, so der sozialpolitische Sprecher Dieter Tietz. „Zentrale Herausforderung wird es sein, den Eltern Sorgen zu nehmen und den Bestand an Kindertagesplätzen verlässlich zu sichern.“

Vor allem die Zukunft der wegen Schimmelbefalls seit Wochen gesperrten Kita Ostermannweg, die bislang von der Heilig-Geist-Kirchengemeinde getragen wird, habe im Mittelpunkt der Diskussion gestanden. Der Erhalt der dringend benötigten Betreuungskapazität dieser Kita mit immerhin 110 Plätzen sei vordringliches Ziel der Pinneberger SPD, so die Fraktionsvorsitzende Angela Traboldt.

Kita Ostermannweg seit Anfang Oktober geschlossen

Seit Anfang Oktober ist die Kita Ostermannweg wegen gutachterlich festgestellter Baumängel und erheblicher Gefährdung für Kinder und Beschäftigte geschlossen. Die Kinder sind in Provisorien der Kirche untergebracht, bei denen nicht sicher ist, wie lange sie genutzt werden können. Eltern fragen sich besorgt, wie es weitergehen soll. „Wir haben auf Anfrage erfahren, dass der Kirchenkreis Hamburg-West/Südholstein als Betreiber der Kita eine Sanierung nicht für möglich hält, für einen Neubau aber außer dem Grundstück kein Geld habe“, so Dieter Tietz. „Für uns ist klar, dass jetzt umgehend eine Entscheidung getroffen werden muss, die allen Betroffenen langfristig Sicherheit gibt“, ergänzt Traboldt.

Die SPD-Fraktion werde für den nächsten Sozialausschuss vorschlagen, dass als Ersatz für die Kita Ostermannweg und zur weiteren Deckung des Bedarfs an Krippenplätzen ein Kita-Neubau mit 110 bis 146 Plätzen entstehen soll. Dabei setze man nicht mehr nur auf die evangelische Kirche. Vielmehr sollen sich auch freie Träger an dem geplanten Interessenbekundungsverfahren beteiligen können – und kundtun, wie weit sie sich finanziell engagieren könnten. Das erforderliche Grundstück müsse der künftige Kitabetreiber auf jeden Fall einbringen. Zudem müsse für die Dauer der Bauzeit einer neuen Kita eine Übergangslösung geschaffen werden, so Tietz.