Pinneberg
Quickborn

Kirche baut bald ihr neues Gemeindehaus

Pastorin Claudia Weisbarth und Marco Weckbrodt vom Kirchengemeinderat.

Pastorin Claudia Weisbarth und Marco Weckbrodt vom Kirchengemeinderat.

Foto: Burkhard Fuchs / HA

Kirchengemeinde Quickborn-Hasloh will mit dem Projekt Anfang 2018 beginnen. Baukosten könnten sich auf 2,5 Millionen Euro belaufen.

Quickborn.  Der Architektenwurf ist bereits vor zweieinhalb Jahren ausgewählt und prämiert worden. Jetzt soll es endlich losgehen mit dem Neubau des Gemeindehauses an der Marienkirche in Quickborn, kündigte Pastorin Claudia Weisbarth an, die auch dem Kirchengemeinderat vorsteht. „Wir haben jetzt die behördlichen Genehmigungen und wollen im Frühjahr mit dem Neubau beginnen.“ Während der Bauzeit bleibe das jetzige Gemeindehaus stehen, das dann mit Fertigstellung 2019 abgerissen und mit etwa 50 Wohnungen bebaut werden soll.

Auf 700 Quadratmetern entsteht parallel zur Kieler Straße auf dem jetzigen Parkplatz ein zweiteiliges Gebäude mit Blick auf die mehr als 200 Jahre alte denkmalgeschützte Marienkirche. Das Gemeindezentrum mit einem Saal für bis zu 200 Menschen soll zweigeschossig und mit einem schräg verlaufenden Pultdach versehen sein. Die beiden Gebäudeteile werden von einer lichtdurchfluteten Galerie getrennt, die sich auf den Kirchturm hin ausrichtet. In einem Obergeschoss wird es zudem Räume für Büros und den Jugenddiakon geben. „Das ist eine große Herausforderung für uns, so dicht an einem Baudenkmal zu bauen“, sagt Architekt Reinhold Wuttke aus Neumünster. Neben der Quickborner Marienkirche hat Wuttke bereits die ebenfalls von Frederik Hansen errichteten Kirchen in Neumünster, Husum und Krempe saniert. „Unser Ziel ist es, Kirche, Pastorat und Gemeindehaus als klassizistisches Gesamtensemble zu realisieren und so der Kirche in Quickborn wieder die Bedeutung zu geben, die sie verdient.“

Wie hoch die Investitionssumme sein wird, möchte Claudia Weisbarth nicht verraten. Nur so viel: „Wir müssen einen Kredit aufnehmen.“ Bei der Vorstellung des Siegerentwurfs für den Neubau 2015 war von 2,5 Millionen Euro Baukosten die Rede.

Finanziert werden soll das Neubauprojekt mit einer Wohnbebauung auf dem 13.000 Quadratmeter großen Kirchenareal, wo jetzt noch das alte Gemeindehaus steht. Dafür fehlten allerdings noch die baurechtlichen Voraussetzungen, erklärt Marco Weckbrodt vom Bauausschuss der 6800 Mitglieder zählenden Kirchengemeinde. So müsse noch der Bebauungsplan von der Quickborner Ratsversammlung entsprechend geändert werden. „Im Moment wird so viel in Quickborn gebaut, dass wir nicht ganz oben auf der Prioritätenliste stehen.“

Der Neubau des kirchlichen Gemeindezentrums in Hasloh sei kurz vor der Fertigstellung, kündigte Pastorin Weisbarth an. Dieser Kirchbau soll jetzt an einem Adventssonntag geweiht werden.