Pinneberg
Umwelt

Hier ackern Pinneberger für Frosch und Fisch

Pinneberger packen an und opfern Freizeit für ihren Fluss, in dem künftig Fische bessere Plätze zum Laichen finden werden, weil 50 Tonnen Kies den Lauf der Mühlenau verengen

Pinneberger packen an und opfern Freizeit für ihren Fluss, in dem künftig Fische bessere Plätze zum Laichen finden werden, weil 50 Tonnen Kies den Lauf der Mühlenau verengen

Foto: HA

Pinneberger schaffen neuen Lebensraum für Insekten, Fische und Frösche. Durch Gewässerverschmutzung haben Bäche ihren Kies verloren.

Pinneberg.  50 Tonnen Kies,
60 Freiwillige mit Schaufeln und Besen und ein gemeinsames Ziel: Neuer Lebensraum für Insekten, Fische und Frösche. Pinneberger ackern für die Umwelt. Für ihren Fluss, die Mühlenau. Die Stadt zieht ein positives Fazit des sogenannten Bachaktionstags, der von Nabu, den Naturfreunden Pinneberg, Sportanglern und dem Regionalpark Wedeler Au unterstützt wurde.

Innerhalb von zwei Stunden wurden die Kiesel am Ufer der Mühlenau verteilt. Sie engen den Bachlauf ein und sorgen für Turbulenzen, die den Sauerstoffgehalt erhöhen. „Zwischen den Kieseln finden Wasserinsekten Verstecke und Fische geeignete Laichplätze“, so Ludwig Tent von der Edmund Siemers-Stiftung, die das Projekt fördert. „In der Vergangenheit haben viele Bäche durch Begradigung, Verbau und Gewässerverschmutzung ihren natürlichen Kies verloren. Die wollen wir ihnen jetzt zurückgeben.“ Bürgermeisterin Urte Steinberg ist begeistert: „Die Mühlenau ist Lebensader und wichtiger Erholungsraum für die Stadt.“