Pinneberg
Kummerfeld

Naturschutz: Und hier entsteht ein Sumpfwald

Flächenmanagerin Julia Voß sieht sich die Arbeiten in Kummerfeld an

Flächenmanagerin Julia Voß sieht sich die Arbeiten in Kummerfeld an

Foto: Mirjam Rüscher / HA

Das Naturschutzprojekt in Kummerfeld ist ein Ausgleich für den Bau der 380-Kilovolt-Stromleitung. Tümpel ist für Moorfrösche.

Kummerfeld.  Große Erdhügel hat der Bagger angehäuft. In den vergangenen Tagen hat er am Angelsee Kummerfeld gebuddelt. Das Ufer ist nun an einer Seite flacher, auch ein kleiner Tümpel ist entstanden. „Der ist für Moorfrösche“, sagt Julia Voß. Als zuständige Flächenmanagerin der Ausgleichsagentur Schleswig-Holstein betreut sie die Arbeiten vor Ort. Es handelt sich um ein Naturschutzprojekt als Kompensation für den Bau der 380-Kilovolt-Stromleitung.

„Vier Hektar Fläche werden aufgewaldet“, sagt Julia Voß. Dort, wo jetzt die großen, braunen Erdhügel aufgetürmt sind, soll in ein paar Jahren ein Sumpfwald stehen. Die Baggerarbeiten am Angelsee sind eine Vorbereitung dafür. In einem zweiten Schritt werden dort Erlen und Eschen gepflanzt. Zwischen 12.000 und 20.000 Bäume werden auf der Fläche gepflanzt, schätzt Julia Voß.

Die zwei Hektar große Fläche auf der anderen Seeseite gehört auch zum Projekt. „Aber dort werden keine Bäume gepflanzt. Die Fläche wird weiter landwirtschaftlich genutzt, allerdings unter besonders strengen Auflagen“, sagt Voß. Die Stromleitungen verlaufen direkt darüber, daher wäre ein Wald an dieser Stelle nicht sinnvoll. Ein Lebensraum, wie er in Kummerfeld entsteht, sei selten und daher besonders wichtig, so Voß. Moorfrosch, Nachtigall, Neuntöter, Pirol und Kleinspecht sollen hier ein Zuhause finden.