Pinneberg
Heilkunst

Barmstedt ist Deutschlands Reiki-Hauptstadt

Frank Glatzer, Großmeister im Reiki, legt in seiner Praxis in Barmstedt einer Patientin die Hände auf und sorgt so dafür, dass die Energie wieder frei fließen kann

Frank Glatzer, Großmeister im Reiki, legt in seiner Praxis in Barmstedt einer Patientin die Hände auf und sorgt so dafür, dass die Energie wieder frei fließen kann

Foto: Burkhard Fuchs

Bundesweit tragen nur zwei Orte diesen Titel. Der Reiki-Großmeister Frank Glatzer plant nun eine Messe im Dezember.

Barmstedt.  Die Stadt Barmstedt ist jetzt zur Hauptstadt der Reiki-Heilkunst erklärt worden. Der Reiki-Großmeister Frank Glatzer, der zum zweiten Mal die Berufsverbände dieser alten Form des gesundheitsfördernden Handauflegens aus Japan zu einem bundesweiten Kongress (Mööt) in die Jugendbildungsstätte nach Barmstedt eingeladen hat, hat diese Auszeichnung an die kleinste Stadt des Kreises Pinneberg initiiert. Nach Gersfeld bei Fulda in der Rhön, wo die Berufsverbände ihren Sitz haben, ist Barmstedt nun die zweite offizielle Reiki-Stadt Deutschlands.

„Reiki ist eine alte Heilmethode, die den Energiefluss des Körpers durch Handauflegen positiv beeinflusst“, sagt Frank Glatzer, der lange in Bokel gewohnt und schon einige Hundert Patienten in Quickborn mithilfe dieser Methode behandelt hat.

Das so gelernte, richtige Handauflegen bewirke beim Patienten zweierlei: Er könne sich entspannen und den alltäglichen Stress besser abschütteln, sagt der Großmeister. „Zudem regt Reiki die Selbstheilungskräfte des Patienten an – so wie der Arzt in der herkömmlichen Medizin, der die Gesundung auch nur unterstützen kann“, sagt er.

Dem Reiki-Meister gelinge es, die vorhandene Energie im Raum in den Körper des Patienten fließen zu lassen. „Das ist wie bei der Überbrückung beim Auto, wenn ich eine leere Batterie durch eine volle wieder auflade“, sagt Glatzer. Der Reiki-Meister sorge so für die richtige Verbindung der Energieflüsse.

Bislang werde die Heilmethode allerdings von den Krankenkassen nicht anerkannt, sagt Glatzer. „Das Ziel unseres Bundesverbandes Pro-Reiki ist es, dass die Krankenkassen Reiki als eine zulässige Heilmethode anerkennen und finanziell fördern, wie sie es bereits bei anderen asiatischen Heilverfahren wie Yoga, Shiatsu und Akupunktur tun.“

Der gelernte Schwimm- und Bademeister hat sich seit 15 Jahren dieser Heilmethode verschrieben, die sich aus den japanischen Begriffen für Geist (rei) und Lebensenergie (ki) zusammensetzt. Durch jahrelanges Lernen hat er sich zum Großmeister ausbilden lassen. Zu ihm kämen Patienten mit Schmerzen, Depressionen, Stress in Schule und Beruf oder Burn-out-Syndrom. Wie die Wirkung von Reiki genau funktioniert, wisse auch er nicht, gibt Glatzer zu. „Ich weiß nur, wenn ich jemandem mit Kopfschmerzen zwei Minuten meine Hand auf die Stirn halte, ist der Schmerz weg. Es ist einfach so. Ich weiß auch nicht warum.“

Nach der Fachtagung plant Glatzer jetzt für Anfang Dezember eine erste Reiki-Messe – auch in der Reiki-Hauptstadt Barmstedt. „Da sollen sich die verschiedenen Reiki-Schulen vorstellen, und die Besucher können bei einer Schnupperbehandlung selbst erfahren, ob ihnen die Kunst des Handauflegens hilft.“