Straßenverkehr

Elmshorn will Radfahrer besser schützen

Mirjam Rüscher
Ein Mann mit seinem Fahrrad auf einer Straße

Ein Mann mit seinem Fahrrad auf einer Straße

Foto: Tobias Hase / picture alliance / dpa Themendie

Die Stadt weist mit sechs neuen Schildern auf den vorgeschriebenen Sicherheitsabstand beim Überholen von Radlern hin.

Elmshorn.  Anderthalb Meter – so viel Abstand sollte ein Auto beim Überholen eines Fahrradfahrers mindestens haben. Das hat das Oberlandesgericht Hamm in einem Urteil festgelegt. Die Stadt Elmshorn weist mit sechs neuen Schildern nun auf diesen Sicherheitsabstand hin. So sollen Gefahrensituationen für Radfahrer vermieden werden. „Der Abstand ist berechtigt. Fahrradfahrer haben keinen Rückspiegel“, sagt Verkehrsplanerin Ellen Unger.

Angestoßen wurde das Projekt, da immer mehr Radfahrer die Fahrbahn benutzten. In Elmshorn ist kaum noch ein Radweg benutzungspflichtig, viele Straßen verfügen über gar keinen Radweg mehr. Die Schilder wurden an drei besonders konfliktträchtigen Straßen aufgehängt: Daimlerstraße, Geschwister-Scholl-Straße und Besenbeker Straße. Es komme in der engen Geschwister-Scholl-Straße immer wieder zu knappen Überholvorgängen. Genauso in der Besenbeker Straße. „Hier handelt es sich um eine typische Wohnstraße, in der auch geparkt wird“, erklärt Unger, „da entstehen viele Engpässe.“ Sie betont: Kommt es zu einem Sturz, weil ein Radfahrer zu knapp überholt wurde, trägt der Autofahrer die Schuld.

Den Anstoß zur Schilderkampagne gab die AG Radverkehr, die für sicherheitsrelevante Themen sensibilisieren möchte. Erprobt wurden die Schilder unter anderem in Rostock. Offizielles Verkehrszeichen sind sie in Deutschland nicht. „In Frankreich gibt es ähnliche Schilder seit Jahren“, sagt Unger. In Elmshorn sollen sie nun an wechselnden Orten aufgehängt werden.

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