Wedel

Wedel verlegt Radfahrstreifen vom Gehweg auf die Fahrbahn

Wedel. Aus der Not macht der Bau- und Umweltausschuss eine Tugend, um den Radverkehr in Wedel zu fördern: Der Radweg auf der Schulauer Straße ist marode, doch eine kostspielige Sanierung gibt es nicht. Stattdessen werden mit gestrichelten Linien 1,60 Meter breite Streifen beiderseits der Fahrbahn für die Radfahrer ausgewiesen, beschloss der Ausschuss während seiner jüngsten Sitzung. Die Fahrbahnbreite bleibt unverändert.

Stadtverwaltung, Grüne, Sozial- und Christdemokaten zählten die Vorteile auf. Die Schulauer Straße wird optisch verengt, sodass Auto- und Lkw-Fahrer langsamer unterwegs sind. Eine vergleichbare Lösung auf der Feldstraße gilt als gelungen. Die Polizei empfiehlt, Rad- und Autoverkehr gemeinsam auf der Straße zuzulassen. Unfälle zwischen Auto- und Radfahrern seien auf gerader Strecke eine Seltenheit. FDP und Linke betonten die Gefahren für die Radfahrer. Es müsse wohl erst Tote geben, kritisierte Dieter Strüven von der Linken.

Für die Verbesserung der Radwege in Wedel, wie sie das Büro SBI voriges Jahr vorschlug, sind 100.000 Euro in den Haushalt eingestellt worden. Da die Umgestaltung der Schulauer Straße 120.000 Euro kostet, wird in diesem Jahr nur eine Fahrbahnseite umgestaltet, die andere folgt 2018.

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