Pinneberg
Wedel

Partikel-Regen: Kraftwerk wird heruntergefahren

Um sicher zu gehen, werden am kommenden Wochenende Gegenproben direkt aus dem Kraftwerk entnommen

Um sicher zu gehen, werden am kommenden Wochenende Gegenproben direkt aus dem Kraftwerk entnommen

Foto: Katy Krause / HA

Umweltministerium teilt mit: Untersuchte Proben zeigen, dass es sich bei den Partikeln um Absonderungen aus dem Kraftwerk handelt.

Wedel.  Obwohl seit Wochen an dem Wedeler Steinkohlekraftwerk gearbeitet wird und kräftig in Maßnahmen zur Minimierung des Partikelausstoßes investiert wurde, regnet es weiterhin Asche. Wie das Kieler Umweltministerium am Freitag nun mitteilte, haben die vor Ort genommenen und untersuchten Proben bestätigt, dass es sich bei den Partikeln um Absonderungen aus dem Kraftwerk handelt.

Aber um sicher zu gehen, werden am kommenden Wochenende Gegenproben direkt aus dem Kraftwerk entnommen. „Dafür wird die Anlage heruntergefahren. Sodann werden Belagproben im Kraftwerk durch den Betreiber sowie durch die Aufsichtsbehörde genommen, und es wird eine Untersuchung durch ein unabhängiges Labor unter anderem auf die chemische Zusammensetzung hin veranlasst“, heißt es in einer Stellungnahme des Ministeriums. Ob und welche zusätzlichen Maßnahmen und Untersuchungen erfolgen müssten, werde nach Auswertung dieser Ergebnisse entschieden. Die seit April laufenden Messungen in den Bergerhoff-Gefäßen sind laut Ministerium bislang ohne Auffälligkeiten. Man gehe weiterhin davon aus, dass die Partikel keine Gesundheitsgefahr darstellen würden.

Bis zum 31. August läuft noch die von der Aufsichtsbehörde gesetzte Frist für den Betreiber Vattenfall, den Partikel-Regen zu mindern.