Pinneberg

Neue Ampel in der City sorgt für Diskussion

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Mirjam Rüscher
Die neue Fußgängerampel an der Friedrich-Ebert-Straße

Die neue Fußgängerampel an der Friedrich-Ebert-Straße

Foto: Mirjam Rüscher / HA

Es ist die siebte Anlage auf 500 Metern. Der Bauamtschef Klaus Stieghorst verteidigt nun die Inbetriebnahme der Ampel.

Pinneberg.  Sie ist erst seit zwei Tagen in Betrieb und sorgt schon für Diskussionen: Die Fußgängerampel an der Friedrich-Ebert-Straße auf Höhe des Edeka-Parkplatzes hat nicht nur Freunde. „Verkehrsbehinderung“, schimpfen Pinneberger in den sozialen Netzwerken. Viele berichten von Rückstaus und Schwierigkeiten beim Verlassen des Parkplatzes.

SPD-Ratsherr Herbert Hoffmann versteht das. „Wem soll diese neue Ampel helfen?“, fragt er. Die nächste Signalanlage sei schließlich gerade mal 100 Meter entfernt. Wenn dann noch zwei Busse nacheinander kommen, gehe auf der Straße nichts mehr. „Merkwürdig, sinnlos und in keiner Weise hilfreich“, so Hoffmann. „War vielleicht mal gut gemeint, aber bringt nichts. Das sollten sich Experten mal anschauen.“

Neue Signalanlage blieb ein Jahr lang außer Betrieb

Bereits vor einem Jahr wurde die Ampel aufgebaut, blieb jedoch bislang außer Betrieb. Dass die Anlage nun aktiviert wurde, liegt an den Baufortschritten bei der Ebert-Passage. Arbeiten an Hochbauten im östlichen Bereich seien abgeschlossen, so Rathaussprecherin Maren Uschkurat. Die Ampel solle die Überquerung der Friedrich-Ebert-Straße in Richtung Edeka-Markt und Marktplatz sicherer machen, ergänzt sie. VR-Bank-Chef Horst Alsmöller begrüßt den neuen Übergang vor seiner Haustür: „Die Ampelanlage sorgt für einen geregelten Fußgängerübergang“, teilte er mit. In der Praxis sah das gestern etwas anders aus. Innerhalb weniger Minuten überquerten gleich mehrere Passanten die Straße bei rotem Signal. Einige, obwohl sie vorher Grün angefordert hatten.

Bauamtsleiter Klaus Stieghorst beobachtet die Situation vor Ort, auch er verteidigt die Ampel. Obwohl die Ebert-Passage noch gar nicht fertig sei, werde der Übergang schon viel genutzt. „Klar ist das nah an der nächsten Ampel, aber der Übergang ist auch eine der Hauptverbindungen bei unserer Innenstadtentwicklung“, so Stieghorst.

Die Frage, ob es zu viele Fußgängerampeln im Bereich Friedrich-Ebert-Straße/Damm gibt – es sind immerhin sieben auf einem Abschnitt von etwa 500 Metern – verneint er entschieden. „Das ist ein dicht besiedelter Bereich mit viel Verkehr“, so Stieghorst. Zudem sei die Schaltung der Ampeln so optimiert, dass sie einen möglichst fließenden Verkehr unterstütze. Durch die Bauarbeiten auf der A 23 gäbe es derzeit nur deutlich mehr Durchgangsverkehr in der City, für gewöhnlich sei der Verkehrsfluss dort gut.

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