Pinneberg
Elmshorn

Neue Möglichkeiten für Knechtsche Hallen

Wer hat Ideen, was auf dem Gelände der Knechtschen Hallen geschehen soll?

Wer hat Ideen, was auf dem Gelände der Knechtschen Hallen geschehen soll?

Foto: Anne Dewitz

Weitere Flächen der Industriebrache für Nutzer freigegeben. Nun werden Ideen für die Gestaltung und Umnutzung gesucht.

Elmshorn.  Auch wenn das Kranhaus derzeit wegen einer einsturzgefährdeten Zwischenwand gesperrt ist, kann der Freundeskreis Knechtsche Hallen Keimzelle Kranhaus in Elmshorn einen weiteren Fortschritt vermelden. Der Verein hat es sich zur Aufgabe gemacht, die Knechtschen Hallen zu beleben und deren Bedeutung für den neu zu entwickelnden Stadtteil Krückau-Vormstegen deutlich zu machen. Jetzt bekommen sie noch eine weitere Fläche für Veranstaltungen in dem ehemaligen Kibek-Teppichlager dazu.

Nach dem Kranhaus und einer Fläche in den Knechtschen Hallen, die von Musikern und Skatern genutzt wird, gibt Eigentümer Frank Sachau im Erdgeschoss ein weiteres Areal frei. Der Raum befindet sich in gutem Zustand, ist trocken, hell und mit herstellbarem Zugang zur Schloßstraße.

Für die Belebung dieser Fläche von mehreren hundert Quadratmetern sucht der Freundeskreis nun Nutzer, die sich vor Ort ein Bild machen, konkrete Ideen haben und diese selbst umsetzen wollen. „Hierzu treffen wir uns am 27. Juni um 19 Uhr am Zugang zu den Knechtschen Hallen von der Berliner Straße aus am Rolltor“, sagt Jens Jähne, Vorsitzender des Freundeskreises.

Das wesentliche Prinzip des Freundeskreises sei die Offenheit für alle Interessierten und Aktiven, die am Erhalt der denkmalgeschützten Hallen mitwirken wollen. Alles gehe, was nicht „böse“ sei. „Mit diesem Prinzip wollen wir die Knechtschen Hallen einer vielfältigen Nutzung zugänglich machen“, so Jähne. „Wir rufen alle Nutzungsinteressierten auf: Kommt und entwickelt Ideen. Platz gibt es genug, für alles andere braucht es Ideen, Mut und Elan.“ Was es dagegen nicht gibt, sind Strom und Toiletten. Beides gab es auch im Kranhaus nicht. „Entwickelt haben wir das Kranhaus gleichwohl“, sagt er. Soweit keine öffentlich-rechtlichen Hemmnisse bestünden, könnte sofort mit der Umsetzung des Konzepts begonnen werden.

Mit dieser Aktion will der Freundeskreis deutlich machen, welche Entwicklung im Sanierungsgebiet Krückau-Vormstegen notwendig ist und wie der Erhalt der Knechtschen Hallen und deren sinnvolle Nutzung vorangetrieben werden können: durch bürgerschaftliches Engagement von Grund auf, durch die Menschen im Stadtteil.