Pinneberg
Wedel

Politiker vertagen Resolution gegen Kraftwerk

Des Weiteren solle schnellstmöglich ein Ersatz für das Kraftwerk realisiert werden

Des Weiteren solle schnellstmöglich ein Ersatz für das Kraftwerk realisiert werden

Foto: dpa Picture-Alliance / Daniel Bockwoldt / picture alliance / dpa

Der Rat der Stadt fordert die Hansestadt auf, die Anlage nur noch in der Heizperiode zu nutzen und nicht ganzjährig zur Stromerzeugung.

Wedel.  Schafft es die Wedeler Kommunalpolitik, eine von allen Ratsfraktionen gemeinsam getragene Resolution gegen das Kohlekraftwerk am Tinsdaler Weg zu verabschieden? Seit Donnerstagabend zeichnet sich ab, dass das gelingen könnte.

SPD-Chef Lothar Barop zog in der Ratsversammlung einen von Sozialdemokraten, Grünen und Linken vorbereiteten Entwurf zurück, ohne dass zuvor überhaupt darüber beraten worden wäre. Begründung: Es sollen zunächst einmal interfraktionelle Gespräche geführt werden. Zuvor war durchgesickert, dass nicht alle Fraktionen dem Entwurf folgen würden.

Inhaltlich geht es um Folgendes: Der Rat der Stadt fordert die Hansestadt Hamburg, ab 1. Januar 2019 Eigentümerin des Kraftwerks auf, die Anlage nur noch in der Heizperiode zu nutzen – und nicht mehr ganzjährig zur Stromerzeugung. Des Weiteren solle schnellstmöglich ein Ersatz für das Kraftwerk realisiert werden – „auch unter Nutzung der bereits vorhandenen Fernwärmeanlagen in Hamburg“, heißt es im Resolutionsentwurf.

Weitere Forderungen beziehen sich auf die Zeit nach einer Abschaltung des Kraftwerks. So soll Hamburg Wedeler Pläne zu einer sinnvollen Nachnutzung des Kraftwerksstandortes unterstützen. Außerdem müsse die Hansestadt den Mitarbeitern des Kraftwerks eine Weiterbeschäftigung anbieten.

Die Resolution dürfte nun auf die Tagesordnung der Ratssitzung am Donnerstag, 29. Juni, kommen.