Pinneberg
Quickborn

So schützen Sie die Privatsphäre ihrer Kinder

Kreisjugendschützer Jörn Folster und Nicole Eickhoff wollen Eltern einen Leitfaden für den Umgang mit digitalen Medien geben

Kreisjugendschützer Jörn Folster und Nicole Eickhoff wollen Eltern einen Leitfaden für den Umgang mit digitalen Medien geben

Foto: Burkhard Fuchs

Informationsabend des Kreisjugendschutzes zum Umgang mit den sozialen Medien im DRK-Familienzentrum in Quickborn am 22. Mai.

Quickborn.  Die sozialen Netzwerke, Smartphones und Tablets machen das Leben und die Kommunikation untereinander nicht nur leichter. Sie stellen die Gesellschaft auch vor immer neue Herausforderungen und Risiken, sagt Jörn Folster. Der Kreisjugendschützer lädt jetzt mit Nicole Eickhoff vom Familienzentrum des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) Eltern und Erzieher für Montag, 22. Mai, nach Quickborn zum Informationsabend „Wie kann ich die Privatsphäre meines Kindes im digitalen Medienzeitalter schützen?“ ein.

„Wir wollen die Familien wach rütteln, dass sie aufpassen sollten, wie sie mit den digitalen Daten ihrer Kinder umgehen und was sie davon ins Netz stellen“, erklärt Folster. Das fange schon mit den Fotos an, die die Eltern von ihren Kleinen gern im Überfluss machen. Aber sollten die gleich auf Facebook gepostet werden, wo sie womöglich für alle Welt zu sehen wären? Und wie ist es mit den Bildern, die man schnell den Großeltern oder Bekannten aufs Handy schickt? Verletzt das die Privatsphäre der noch minderjährigen Kinder?

Darauf will Folster an diesem Abend versuchen, Antworten zu geben. „Wir wollen dabei an die Vorbildfunktion der Eltern appellieren und ihnen eine Art Leitpfaden geben, wie sie sich im Idealfall verhalten sollten“, erklärt Folster. Auch Kinder hätten ein Recht auf Datenschutz und möchten nicht, dass ihre Fotos überall hochgeladen werden, weiß Nicole Eickhoff von ihrer täglichen Arbeit in der DRK-Kita Talstraße, die zurzeit 150 Kinder betreut. Zumindest sollte den Kindern ein Mitspracherecht eingeräumt werden, ob und welche Fotos denn der Oma geschickt werden.

Zudem soll der Infoabend auch die Eltern dafür sensibilisieren, wie viel Raum sie selbst den digitalen Medien einzuräumen bereit sind. „Kinder stehen heute in Konkurrenz zu den Smartphones ihrer Eltern“, weiß der erfahrene Jugendschützer. Immer öfter seien Eltern mit dem Kinderwagen unterwegs zu sehen, während sie die meiste Zeit auf ihr Handy starrten. Im Fachjargon, so Folster, werde so ein Verhalten „Smombie“ genannt, das vor zwei Jahren zum Jugendwort des Jahres gekürt wurde, um die mit dem Smartphone in der Hand durch die Straßen laufenden, meist jungen Leute zu charakterisieren.

Infoabend Mo 22.5., 19.30 Uhr, DRK-Kita, Talstraße 18, Quickborn. Der Eintritt ist frei. Um Anmeldung wird unter 04106/44 10 oder koordination-faz-quickborn@web.de gebeten.