Pinneberg
Wedel

Drei Parteien wollen Resolution gegen Kraftwerk

Wedel. Grüne, SPD und Linke in Wedel wollen eine Resolution gegen das örtliche Kohlekraftwerk auf den Weg bringen. Darin wird die Hansestadt Hamburg als Eigentümer ab 1. Januar 2019 aufgefordert, die Anlage nur noch während der Heizperiode zu nutzen und nicht ganzjährig zur Stromerzeugung. Eine weitere Forderung: schnellstmöglicher Ersatz. Ferner soll Hamburg die Stadt Wedel bei einer Nachnutzung des Standorts unterstützen und den Kraftwerksmitarbeitern nach Schließung eine Weiterbeschäftigung anbieten.

Einen entsprechenden Textentwurf haben Ratsfrau Petra Kärgel (Grüne), SPD-Vorsitzender Lothar Barop und Linken-Fraktionschef Detlef Murphy vorgestellt. Sie hoffen, dass die anderen Fraktionen – CDU, WSI und FDP – mitziehen, sodass das Papier am 1. Juni einstimmig verabschiedet werden könnte.

„Wedel darf nicht weiter passiv am Spielfeldrand sitzen, sondern muss deutlich machen: Wir wollen das nicht mehr“, sagt Lothar Barop. Petra Kärgel: „Manches Mitglied im Hamburger Energienetzbeirat wundert sich, dass der Wedeler Rat bislang kein Signal gegeben hat.“ Und Detlef Murphy ergänzt: „Politik und Verwaltung in Wedel können nicht länger so tun, als gehe sie das Problem nichts an.“

Die Moorburg-Lösung als Wedel-Ersatz, im Landtagswahlkampf von der CDU ins Gespräch gebracht, halten die Drei indes für unrealistisch: Es gebe keine politische Mehrheit in Hamburg, und Baurecht für eine Pipeline unter der Elbe zu bauen dauerte zu lange.