Pinneberg
Quickborn

Schüler trauern um ihr zerstörtes Teehaus

Angelika Lahrs (l.) mit Jula Schacht und Matthias Junge

Angelika Lahrs (l.) mit Jula Schacht und Matthias Junge

Foto: Burkhard Fuchs

Das Haus auf dem Schulhof fiel Brandstiftern zum Opfer. Abgebranntes Gebäude am Quickborner Gymnasium soll wieder aufgebaut werden

Quickborn.  Eine ganze Schule trauert um ihren beliebten Treffpunkt, der als Rückzugsort und eine Art-Mini-Mensa auf dem Schulhof genutzt wurde. In den Osterferien hatten zwei 16 Jahre alte Intensivtäter aus Quickborn, die die Polizei inzwischen ermitteln konnte, das japanische Teehaus des Dietrich-Bonhoeffer-Gymnasiums in Quickborn angezündet. Nun ist nur noch Schutt und Asche von dem kleinen Gebäude übrig, in dem Eltern Brötchen an die Schüler verkauften und sich Schüler gerne in den unterrichtsfreien Zeiten aufhielten. „Das war ein sehr beliebter Treffpunkt für alle Schüler“, sagt Jula Schacht von der Teehaus-AG.

Schulleiterin Angelika Lahrs hatte die etwa 700 Schüler am Mittwoch in der zweiten großen Pause zu einer Art Trauerfeier eingeladen. Auch Quickborns Bürgermeister Thomas Köppl war gekommen, um den Schülern Mut zu machen. Das Teehaus sei brandschutzversichert gewesen. Insofern dürfte einem Wiederaufbau finanziell nichts im Wege stehen, sagte Köppl. Das freut Schüler und Lehrer. Denn Lehrer Matthias Junge sprach vielen aus der Seele, als er sagte: „Ich kann mir das Bonhoeffer-Gymnasium ohne das Teehaus gar nicht vorstellen.“

Wie wichtig der Schule das vor 30 Jahren aufgestellte Teehaus war, zeigte ihr Einsatz vor etwa zehn Jahren. Damals musste es dem geplanten Neubau weichen. Mit Hunderten von Schülern stürmten sie damals die Ratssitzung, um die Politiker davon zu überzeugen, dass es unbedingt an anderer Stelle auf dem Schulhof wieder aufgebaut werden müsste. Das konnten die Schüler erreichen und nun ist es zerstört.