Pinneberg
Kreis Pinneberg

Die Sanierung der Kreisstraße 2 fraglich

Fachdienstleiterin Silke Dräger und Tiefbau-Chef Holger Drescher an der Lutzhorner Landstraße

Fachdienstleiterin Silke Dräger und Tiefbau-Chef Holger Drescher an der Lutzhorner Landstraße

Foto: Andreas Daebeler / HA

Millionen fehlen bei Finanzierung. Denn eingeplante Zuschüsse fallen weg, weil das Land Schleswig-Holstein andere Prioritäten setzt.

Kreis Pinneberg.  Tiefe Risse im Asphalt, Spurrinnen, Schlaglöcher und Absackungen – die Kreisstraße 2 weist zwischen Lutzhorn und Bokel schwere Schäden auf. Darum sollte der 6,2 Kilometer lange Abschnitt auch 2017 saniert werden – wie zuvor schon andere Teilstücke der Straße. Doch daraus wird voraussichtlich nichts. Denn eingeplante Zuschüsse fallen weg, weil das Land Schleswig-Holstein andere Prioritäten setzt. In der Finanzplanung klafft nunmehr ein Millionen-Loch.

Die Politiker werden sich im Mai während einer Sitzung des Verkehrsausschusses mit der neuen Sachlage befassen. Stimmen sie einem Vorschlag der Kreisverwaltung zu, wird die Sanierung des Abschnitts zwischen Kreisverkehr Lutzhorn und Bokel um mindestens ein Jahr nach hinten verschoben. Die Planung würde dahingehend geändert, dass von 2018 bis 2020 gebaut wird – und zwar ohne Landesförderung. Die Last könnte somit auf Jahre verteilt werden, in denen andere Großprojekte des Kreises wie der Bau der Rettungsleitstelle und des Straßenverkehrsamts bereits abgeschlossen wären.

Heike Nadolny hatte das Projekt K 2 für das Verkehrs- und Wirtschaftsministerium geprüft. Und sie war zu einem Ergebnis gekommen, das dem Kreis Pinneberg nun handfeste Probleme beschert. Nadolny spricht angesichts begrenzter Mittel von „einer konsequenten Prioritätensetzung“, die notwendig sei. Maßgeblich sei derzeit der Erhalt besonders verkehrswichtiger Straßen einschließlich maroder Brücken. Auch auf Sicherheit an Bahnübergängen werde verstärktes Augenmerk gerichtet. Sie bitte um Verständnis, dass der Ausbau der Kreisstraße 2 nicht in die Förderung aufgenommen werden könne, so Nadolny. Das Projekt finde sich aber weiterhin in ihrer Vormerkliste.

Zunächst hatte der Kreis Pinneberg sogar mit Kosten von 9,4 Millionen gerechnet. Vom Land waren vier Millionen Euro eingeplant worden. Nachdem das Projekt K 2 nochmal überprüft wurde, wird nun nur noch von 7,4 Millionen Euro ausgegangen. 2018 könnten 1,3 Millionen Euro verbaut werden, in den jeweils folgenden Jahren jeweils als drei Millionen Euro. Alternativ könnten die Kreispolitiker angesichts der wegfallenden Zuschusses das Projekt allerdings auch ganz zurückstellen.