Pinneberg
Wedel

Schadstoffmessungen am Kraftwerk in Wedel verzögern sich weiter

Wedel. Der für den gestrigen Mittwoch geplante Aufbau von vier Messstationen in der Nachbarschaft des Kraftwerks Wedel ist verschoben worden. Neuer Termin: „Spätestens gleich nach Ostern“, wie eine Sprecherin des Umweltministeriums in Kiel auf Abendblatt-Anfrage mitteilt.

Kerstin Lueckow von der Bürgerinitiative „Stopp! Kein Mega-Kraftwerk in Wedel“ ist stocksauer, denn der Beginn der Messung rückt immer näher an den Termin heran, an dem der Partikel ausstoßende Block 2 des Kraftwerks zur Revision heruntergefahren werden soll. Möglicherweise begönne die Messung, wenn es nichts mehr zu messen gibt.

Und: Während die Initiative davon ausgegangen ist, die erforderlichen Sammelgefäße seien klein und würden auf einem Stab in den Boden gesteckt, ist nun nach Lueckows Worten von dreieinhalb Meter hohen Installationen die Rede, die inklusive der zum Fixieren gedachten Spanngurte einen Raum von der Fläche eines Autostellplatzes beanspruchen. Aus dem Ministerium heißt es, für einen Messpunkt „wurde die Zustimmung von einem privaten Grundstücksbesitzer aufgrund der Größe der Messanordnung nicht gegeben“. Das sei ein Grund für die Verzögerung.