Pinneberg
Schenefeld

Die Veranstalter haben ein Platzproblem

Jessica Barke (Direktorin des Casinos, v. l.), Jeanette van Beek (Sponsoring-Leiterin des SHMF), Frank Siebert (Chefdramaturg) und Bürgermeisterin Christiane Küchenhof machen auf das einzige SHMF-Konzert in Schenefeld aufmerksam

Jessica Barke (Direktorin des Casinos, v. l.), Jeanette van Beek (Sponsoring-Leiterin des SHMF), Frank Siebert (Chefdramaturg) und Bürgermeisterin Christiane Küchenhof machen auf das einzige SHMF-Konzert in Schenefeld aufmerksam

Foto: Elvira Nickmann / HA

Spielorte im Kreis Pinneberg wollen mit Konzerten des Schleswig-Holstein Musik Festivals werben – doch es gibt kaum noch Tickets.

Schenefeld.  Der Run auf die Karten hatte längst eingesetzt: Nur noch 18 Tickets waren am Dienstagmittag im freien Verkauf erhältlich für das einzige Konzert des Schleswig-Holstein Musik Festivals (SHMF) 2017 in Schenefeld. Der Zweck der vormittags im Casino angesetzten Präsentation des Programms mit Bürgermeisterin Christiane Küchenhof, Kulturinitative, SHMF-Programmplaner Frank Siebert und der Leiterin der Sponsorengesellschaft Jeanette van Beek war damit verfehlt.

Die Werbetrommel für das Konzert mit dem jungen Star-Akkordeonisten Martynas Levickis im Zusammenwirken mit dem Signum Saxophonquartett und der Musik Maurice Ravels am 19. Juli um 20 Uhr im Forum Schenefeld musste schließlich nicht mehr gerührt werden. Trotzdem ließ Chefdramaturg Frank Siebert es sich nicht nehmen, über das perfekte Konzerterlebnis zu sprechen, dass Schenefeld zu bieten hat: „Ein toller Spielort, wunderbare Vorbereitung und ein Ensemble von vier Saxophonisten, mit dem man fast das ganze Spektrum der Orchestermusik in Bearbeitung spielen kann, selbst Bach-Fugen“, schwärmte Siebert.

Schade nur, dass kaum jemand noch dabei sein kann, der jetzt erfährt, dass im ersten Teil des Konzerts Ravel-Stücke alle Sinne gefangennehmen sollen und anschließend der Konzerttango des Komponisten Astor Piazzolla Gehirn und Seele zum Tanzen bringen soll. Passend dazu wird das Forum-Ambiente aufgefrischt – mit „südamerikanischem Tangoflair“ und Flamencotänzerin zur Einstimmung. „Und wir rollen den roten Teppich aus“, versprach Bürgermeisterin Christiane Küchenhof.

Auch wenn alle sich über die guten Verkaufszahlen erfreut zeigten, ist es auch für die Veranstalter ein Wermutstropfen, wenn schon vor der eigentlichen Präsentation eines Konzerts klar ist, dass mangels Tickets viele Menschen werden draußen bleiben müssen. Mit diesem Problem ist Schenefeld allerdings nicht allein. Gleiches gilt für Konzerte in Elmshorn, auch in Wedel ist bald Schluss: Für die Veranstaltung mit Bodo Wartke gab’s am Dienstag noch 21 Karten. Plätze mit Sicht auf die Künstler sind bei den Rellinger Aufführungen nur noch fürs Hagen Quartett zu haben. Der Grund: Ab 23. Februar konnten Karten vorbestellt werden, SHMF-Vereinsmitglieder haben Vorkaufsrecht. Nur was danach übrig war, kommt in den freien Verkauf. Einzig die Konzerte in Haseldorf verfügten am Dienstag noch über ein großes Platzangebot.