Pinneberg
Verkehr

Tornescher Straße bekommt neues Pflaster

Foto: Fabian Schindler / HA

Die Straße Am Moor wird bis Dezember komplett neu gebaut. Der Schleichweg in Richtung Autobahn ist ab Freitag, 7. April, dicht.

Tornesch.  Die ersten Bagger sind am Tornescher Brookkamp bereits angerückt, Sand wird bergeweise angeliefert. In wenigen Tagen wird die angrenzende Straße Am Moor in Tornesch komplett neu gebaut. Etwas mehr als eine Million Euro investieren die Stadt und der Abwasserbetrieb Tornesch in das Straßenbauprojekt, das offiziell am Freitag, 7. April, beginnt und Mitte Dezember abgeschlossen sein soll.

Die einst landwirtschaftliche Straße befindet sich in einem schlechten Zustand, ebenso die Abwasserinfrastruktur, die zuweilen an ihre Grenzen stößt. Stadt und Abwasserbetrieb bündeln daher ihre Bauvorhaben, um die Beeinträchtigungen für Anwohner und landwirtschaftliche Betriebe zu minimieren. Dennoch wird es für die Anlieger starke Einschränkungen bei Zugang und Zufahrt zu ihren Grundstücken gehen.

Dass Bürger erbost reagieren werden, wenn ihre Zufahrten zeitweise dicht sind, gilt als unwahrscheinlich, denn die Anwohner seien in den Planungsprozess integriert worden, so Sylvia Köhn vom Bau- und Planungsamt der Stadt. 2015 sind die ersten Entwürfe für den Straßenneubau entstanden, zwei Anwohnerversammlungen folgten. „Die Ideen der Bürger haben wir, soweit es geht, einfließen lassen“, sagt Ralf Müller, Projektleiter beim Pinneberger Ingenieurbüro D+P Dänekamp und Partner. Bürgermeister Roland Krügel und Wolfgang Nolte, Geschäftsführender Gesellschafter bei D+P, sprechen von einem durchweg konstruktiven Dialogen mit den Tornescher Anwohnern.

Der Plan, der jetzt umgesetzt wird, ursprünglich waren fünf Varianten in der Diskussion, sieht vor, dass die Durchgangsstraße Verschwenkungen erhält, damit in der Tempo-30-Zone nicht mehr gerast werden kann. „In der Vergangenheit sind hier beständig Autofahrer zu schnell unterwegs gewesen“, so Müller. Eine Entlastungsstraße werde die Straße Am Moor auch nach ihrem Ausbau nicht sein, sagt Krügel. Autofahrer hatten darauf gehofft.

Das Hauptproblem bei der Planung, so Müller, habe darin bestanden, dass auch Lastwagen und landwirtschaftliche Maschinen durch die Verschwenkungen hindurchpassen müssen. Das sei nun geschafft worden, ohne Teile von Grundstücken der Anlieger in die Planungen einzubeziehen. Deutlich mehr Lebensqualität soll die Straße bieten, wenn sie fertig ist. Eine breite Fahrbahn mit Randstreifen und Ausweichräumen für Traktoren soll entstehen, neue Lampen sollen installiert werden. „Auch einen Fußweg werden wir bauen“, sagt Müller. Der fehlt bislang. Der bereits vorhandene Entwässerungsgraben soll auf Wunsch der Stadt erhalten bleiben.

Entlang der 621 Meter langen Straße werden zwischen Brookkamp und Thujaweg knapp 1,6 Kilometer Abwasser- und Entwässerungsleitungen verbaut. Diese sollen, so wie bei anderen Straßensanierungen in Tornesch auch, deutlich größer dimensioniert werden als die derzeit bestehenden. Denn das alte Kanalisationsnetz ist, so Müller, bei in der Region verstärkt auftretenden Platzregen inzwischen am Limit.