Pinneberg
Tornesch

Wieder hat ein Brandstifter im Moor gezündelt

Die Ermittlungen zum Feuer vom Dienstag liegen jetzt bei der Pinneberger Kripo

Die Ermittlungen zum Feuer vom Dienstag liegen jetzt bei der Pinneberger Kripo

Foto: Eibner-Pressefoto / picture alliance / Eibner-Presse

Zwei Hektar der Moorfläche brannten. In den vergangenen drei Jahren musste die Feuerwehr immer wieder ins Moor ausrücken.

Tornesch.  Brandstifter haben am Dienstag im Tornescher Moor zugeschlagen. Im Bereich Jägerweg/Heideweg standen zwei Hektar Moorfläche in Flammen. „Wir hatten Glück, dass das Moor im Untergrund noch feucht ist. So brannte nur das Trockengras obenauf“, sagte Gemeindewehrführer Dirk Lolies.

Er und seine Kameraden kennen die Einsatzstelle zur Genüge. Dort brennt es zigmal im Jahr. „Das geht leider schon die letzten drei Jahre so. Und immer geht es je nach Witterung Mitte Ende März los“, so Lolies weiter. Selbstentzündung oder weggeworfene Zigarettenkippen kommen laut dem Wehrführer als Ursache nicht in Frage. „Das brennt stets an mehreren Stellen gleichzeitig, und die brennende Fläche ist dafür einfach zu groß.“ Eventuelle Spuren des Brandstifters fallen dem Feuer zum Opfer. „Die einzige Chance ist, mal jemand auf frischer Tat zu ertappen“, so der Wehrführer. Die Ermittlungen zum Feuer vom Dienstag liegen jetzt bei der Pinneberger Kripo.

Der Alarm bei den Einsatzkräften lief um 14.28 Uhr auf. Die Flammen loderten auf einer Fläche von 100 Metern Länge und 200 Metern Breite. Nach dem Erkunden der Lage löste Lolies Vollalarm für die Tornescher Wehr aus, sodass nach und nach 32 Einsatzkräfte in das Gebiet eilten. Weil es dort in der Nähe keine Wasserversorgung gibt und der Aufbau einer Schlauchleitung sehr aufwendig ist, kamen vier große Tanklöschfahrzeuge mit einer Kapazität von 7000 Litern zum Einsatz. „5000 Liter Wasser haben wir verbraucht“, so der Gemeindewehrführer weiter. Die Feuerwehrleute setzten auch Schaufeln und sogenannte Feuerpatschen ein, um die Flammen zu ersticken. Das gelang nach etwa einer Stunde. Inklusive Nachlösch- und Aufräumarbeiten endete der Einsatz um 16.15 Uhr.