Pinneberg
Umweltprojekt

Der Kreis sucht junge Wasser-Detektive

Aqua Agenten Wasserexperten Kreis Pinneberg

Foto: Burkhard Fuchs

Aqua Agenten Wasserexperten Kreis Pinneberg

Kreis und Umweltpolitiker stellen 150 Lernkoffer für die Grundschulen bereit. Aqua-Agenten erforschen Kärwerke und Flüsse

Kreis Pinneberg.  Passend zum Tag des Wassers, der am morgigen Mittwoch weltweit begangen wird, ruft der Kreis Pinneberg die Grundschulen zur Teilnahme an einem besonderen Projekt rund um das Thema auf. Dafür stellt er kostenlos 150 Informations-Koffer bereit, um den Schülern der dritten und vierten Klassen auf spielerische und informative Weise in und außerhalb des Unterrichts zu erklären, wie der Wasserkreislauf funktioniert und wie sie sorgsam mit dem Trinkwasser umgehen sollten. Am Ende des Projektes, das auch Besuche in Wasser- und Klärwerken, an Seen und Flüssen mit einschließt, sind die jungen Teilnehmer fertig ausgebildete "Aqua-Agenten".

"Sauberes Trinkwasser ist überall auf der Welt eine kostbare Ressource, die es zu schützen gilt", sagte Cornelia Maßow vom Umweltausschuss des Kreistages bei der Auftaktveranstaltung am Montag. Darum füge sich dieses Projekt der Wasser-Agenten hervorragend in die Kreis-Umwelttage ein, die wieder im Juni starten werden. Zuvor seien die Lehrer der Schulen eingeladen, an einem Einführungsgespräch teilzunehmen, das am 15. Mai stattfinden werde, erläuterte Anja Vratny vom Fachdienst Umwelt in der Kreisverwaltung.

Der Kreis Pinneberg sei der erste Landkreis in Schleswig-Holstein, der dieses bereits in Hamburg seit 2009 sehr gut laufende Wasserschutz-Projekt in den Norden trage, sagte Stephan Zirpel von der Michael-Otto-Stiftung für Umweltschutz, die es finanziert. Drei von vier Hamburger Grundschulen hätten bereits mitgemacht. Gut 10.000 Schüler seien so zu "Aqua-Agenten" ausgebildet worden.

Ob die Info-Materialien auch den hiesigen Schülern gut gefallen und sie damit gut umgehen können, ließ Maren Schramm von der Anne-Frank-Schule in Elmshorn ihre vier besten Wasserexperten vorab testen. So gehören Anastasia Kinsvater, Christina Hannibauer, Samir Ighalan und Alexander Engelin von der 7b seit Jahren zum erfahrenen Team an der Gemeinschaftsschule, die regelmäßig am Wassercamp im Wildpark Eekholt teilnehmen.

Sie zeigten sich begeistert, wie hier Ökologie und Ökonomie bei der Wasserver- und -entsorgung sowie dem Gewässerschutz aufbereitet sind. Die verschiedenen Themen würden gut verständlich in Quizform, als Puzzle oder Würfelspiel bearbeitet und beantwortet. So wird vermittelt, welche Tiere in einem Teich leben, wie das verbrauchte Wasser wieder gereinigt werden kann und warum wir es schützen sollten. Auch die spannende Frage, ob ein See naturbelassen bleiben oder dort ein schönes Café gebaut werden sollte, kann in verschiedenen Spiel- und Arbeitsvarianten untersucht, diskutiert und verworfen werden. "Die Kinder begreifen die Aufgaben, als wäre es ein Spiel", so Schulleiterin Schramm. "Das sehr ansprechendes Material entlastet die Lehrer." Mehr Informationen unter www.aqua-agenten.de.

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