Pinneberg
Stadtentwicklung

Elmshorn: Baustart für das Straßenverkehrsamt

Foto: EMV/Eggert / HA

EMV/Eggert-Gruppe errichtet ein Gebäude an der Ernst-Abbe-Straße in Elmshorn. Auch andere Mieter ziehen in das Haus ein.

Elmshorn.  Die vorbereitenden Erdarbeiten sind abgeschlossen. Noch im März folgt die Pfahlgründung, und dann legen die Bauarbeiter richtig los. Auf dem Grundstück neben der Kreisverwaltung an der Ernst-Abbe-Straße entsteht derzeit das neue Straßenverkehrsamt des Kreises Pinneberg. Der Kreis tritt als Mieter auf, Bauherr und Eigentümer des 6786 Quadratmeter großen Grundstücks ist die EMV/Eggert-Gruppe. Sie investiert acht Millionen Euro in das Projekt.

Derzeit arbeiten die 46 Mitarbeiter des Straßenverkehrsamtes in Pinneberg unter kaum zumutbaren Bedingungen in dem völlig maroden Gebäude an der Flensburger Straße in Pinneberg. Die Sanierung des zweigeschossigen Altbaus aus dem Jahr 1975 hatten die Kreispolitiker schnell verworfen. Um den Standort des Neubaus kam es jedoch zu monatelangen, kontroversen Diskussionen. Pinneberg als Kreisstadt hatte sich lange gegen den Verlust der letzten größeren Kreisbehörde gewehrt. Letztlich entschieden sich die Kommunalpolitiker jedoch für das Mietangebot aus Elmshorn.

"Wir gehen davon aus, dass wir spätestens Anfang März 2018 in Elmshorn die Arbeit aufnehmen werden", sagt Uwe Mohrdiek, der Chef der 46 Kreisbediensteten. 65.453 Kunden zählte seine Behörde im Jahr 2016. Sie werden sich künftig an einen neuen Standort gewöhnen müssen. "Der genaue Umzugstermin wird Mitte dieses Jahres festgelegt", sagt Mohrdiek. Neben dem Straßenverkehrsamt zieht auch die Bußgeldstelle mit in den Neubau, die bisher den ersten Stock im Gebäude an der Flensburger Straße belegt. Das betrifft noch einmal 20 Mitarbeiter. Auch die Kreis-Mitarbeiter, die für die Geschwindigkeitsüberwachung zuständig sind, werden künftig dort beheimatet sein.

Insgesamt mietet der Kreis 2000 Quadratmeter in dem Gebäude an, das barrierefrei konzipiert wird und über einen Fahrstuhl verfügt. Die Warmmiete beträgt 33.000 Euro im Monat, der Vertrag läuft bis zum Jahr 2036. Das neue Straßenverkehrsamt besteht aus zwei Gebäudeteilen. In einem Hausteil befindet sich im Erdgeschoss ein gläsernes Foyer, das als großzügiger Wartebereich dienen soll. Im ebenerdigen Teil des anderen Hauses haben die Mitarbeiter der Zulassungsstelle ihre Büros. Im ersten Stock wird die Führerscheinstelle inklusive eines weiteren Wartebereichs untergebracht sein, in der zweiten Etage sitzt im linken Gebäudeteil die Bußgeldstelle. Der rechte Gebäudeteil sowie der dritte Stock werden nicht vom Kreis belegt.

Hinter dem Gebäude werden 143 Parkplätze entstehen

"Es entstehen weitere 1000 Quadratmeter Bürofläche, die von uns vermietet werden", sagt Christian Mahler, Geschäftsführer der EMV Immobilienmanagement GmbH. Die Fläche könne komplett vergeben oder in bis zu drei kleinere Einheiten aufgeteilt werden. "Wir führen bereits konkrete Gespräche. Die Nachfrage nach Büroflächen in Elmshorn ist beständig", so Mahler weiter. In der Nachbarschaft hätten sich beispielsweise im Dienstleistungszentrum am Ramskamp viele Firmen angesiedelt, auch das Futterhaus habe dort seine Zentrale. Entstehen würden "moderne, zeitgemäße Büroflächen", der Standard sei mit dem des Kreishauses vergleichbar.

Laut Mahler fügt sich das dreigeschossige Gebäude in das Ensemble an der Ernst-Abbe-Straße, das früher Sitz des Talkline-Konzerns war und seit 2011 von der Kreisverwaltung belegt wird, nahtlos ein, auch wenn das Kreisgebäude eine Etage höher ist. Das Straßenverkehrsamt wird aus Teilfertigelementen errichtet und mit einem Verblendstein aus der Blomeschen Wildnis versehen. "Wir gehen davon aus, dass wir je nach Witterung zum Jahreswechsel fertig sein werden", sagt Mahler. Die Übergabe an die Mieter solle spätestens Ende Februar 2018 erfolgen.

Hinter dem Gebäude entstehen 143 Parkplätze, wovon 100 für das Straßenverkehrsamt reserviert werden. Vom Parkplatz ist ein Zugang zum Gebäude möglich. Der Haupteingang ist jedoch an der Ernst-Abbe-Straße vorgesehen.

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