Pinneberg
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Tierschutzverein: Verfahren gegen Mitarbeiterin eingestellt

Foto: Andreas Daebeler / HA

Die Staatsanwalt Itzehoe beendet die Ermittlungen gegen Ex- Kassenprüferin des Pinneberger Tierschutzvereins wegen Verjährung.

Pinneberg.  Die Staatsanwaltschaft Itzehoe hat ihre seit April 2016 laufenden Ermittlungen gegen eine ehemalige Kassenprüferin des Pinneberger Tierschutzvereins eingestellt. Das bestätigte Oberstaatsanwalt Peter Müller-Rakow am Dienstag auf Anfrage des Hamburger Abendblatts. Grund für den Verzicht auf Erhebung einer Anklage sei Verjährung.

Im Raum stand der Verdacht der Untreue. Die Beschuldigte soll während ihrer mehrjährigen Tätigkeit in den Jahren 2004 bis 2010 Geld abgezweigt haben. Es geht um rund 63.000 Euro. Ein ehemaliges Vorstandsmitglied des Tierschutzvereins hatte im Februar 2016 Strafanzeige bei der Pinneberger Kriminalpolizei gestellt. Zu spät für eine Strafverfolgung, wie Müller-Rakow jetzt bestätigt: „Die letzte festzustellende strafbare Handlung datiert von Anfang 2010“, so der Oberstaatsanwalt. Anfang 2015 sei somit nach fünf Jahren der Fall der Verjährung eingetreten.

Gegenüber dem Vorstand des Pinneberger Tierschutzvereins hatte die Beschuldigte ihr Vergehen ohnehin schon eingeräumt und sich im Dezember 2012 im Beisein eines Notars zu einer Rückzahlung des veruntreuten Betrags bereiterklärt.

Vereinschefin Brigitte Meier und ihr Sprecher Peter Dorendorf hatten nach der Strafanzeige im Frühjahr 2016 sämtliche Zahlen offen gelegt. Demnach sei Ende 2010 festgestellt worden, dass eine Auszahlung vom Vereinskonto über 6500 Euro vorgenommen, aber nicht entsprechend gebucht worden sei. Die Kassenwartin habe sich bereiterklärt, das Geld in Raten zurückzuzahlen. Nach intensiver Prüfung der Bücher für die Jahre 2004 bis 2009 habe sich dann jedoch herausgestellt, dass die 6500 Euro nur die Spitze des Eisbergs gewesen seien. 57.106 Euro seien schon vorher verschwunden. Noch heute zahlt die Ex-Kassenprüferin ihre Schulden vereinbarungsgemäß zurück, mehr als 40.000 Euro sind bereits geflossen. Ein Strafverfahren droht der Frau nun nicht mehr.

Den ebenfalls von einem ehemaligen Vereinsmitglied erhobenen Vorwurf der Vertuschung hatte Dorendorf stets zurückgewiesen. Der Sachverhalt sei im Vereinsvorstand vertraulich behandelt worden, um die Rückzahlung nicht zu gefährden. Es sei „alles beweis- und belegbar“, so Dorendorf.