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Junge Union begrüßt harten Kurs bei Sonntagsöffnung

Kreis Pinneberg. Die Entscheidung der Stadt Pinneberg, künftig bei der Genehmigung von verkaufsoffenen Sonntagen genauer hinzusehen, findet Zustimmung bei der Jungen Union in Schleswig-Holstein. Wie berichtet, fährt das Ordnungsamt der Stadt einen härteren Kurs, nachdem die Gewerkschaft Ver.di vor dem Bundesverwaltungsgericht einen Sieg davongetragen hatte. Die Ladenöffnung soll nur noch genehmigt werden, wenn der verkaufsoffene Sonntag von einer Großveranstaltung flankiert wird.

„Genauso wie wir Anforderungen an andere stellen, die Teil unserer Gesellschaft werden wollen, müssen wir uns selbst fragen, ob wir die Herkunft unserer Kultur und gesellschaftlichen Prägung ausreichend verteidigen“, lässt nun Tobias Loose vernehmen. Der Vorsitzende der Jungen Union appelliert, „den christlichen Teil unserer kulturellen Identität“ nicht zu vergessen. Der Sonntag habe eine besondere Stellung als Ruhetag. „Wir machen uns dafür stark, dass die verkaufsoffenen Sonntage nicht weiter ausgeweitet werden. In diesem Zusammenhang begrüßen wir sehr, dass bei Anträgen in Zukunft genauer hingeguckt wird, ob eine ausreichende Begründung mit Sonderveranstaltungen wirklich vorliegt“, so Loose weiter. Der Tag solle schließlich ein Tag der Besinnung und der Zeit für Familie sein und bleiben.

Dirk Matthiessen, der in Pinneberg fürs Stadtmarketing verantwortlich ist, nimmt das drohende Aus für zwei geplante Sonntagsöffnungen als Herausforderung. „Wir wollen uns nicht geschlagen geben, werden versuchen, alle vier für 2017 geplanten Termine zu retten.“ So werde an Konzepten gefeilt, wie die als Anlass aufgeführten Feste aufgewertet werden könnten. Ein bislang geplanter Laternenumzug und ein Fahrradfrühling reichen laut Stadt Pinneberg nicht aus.