Pinneberg
Kultur

Ministerin zertifiziert Museum Helgoland

Jörg Andres, Leiter des Museums Helgoland

Jörg Andres, Leiter des Museums Helgoland

Foto: Lilo Tadday / HA

Große Freude bei den Insulanern über Anerkennung der konzeptionellen Arbeit. Erweiterung des Hauses ist mittelfristig geplant

Helgoland.  In der Stadtgalerie Kiel sind vier Museen aus Schleswig-Holstein mit dem Gütesiegel „Zertifiziertes Museum“ ausgezeichnet worden. Neben der Stadtgalerie in Kiel, dem Industriemuseum Elmshorn und der „Galileo Wissenswelt“ auf Fehmarn war auch das Museum von Deutschlands einziger Hochseeinsel Helgoland vertreten.

Fünfstellige Besucherzahl seit Jahresbeginn

Museums-Projektleiter Jörg Andres, seit nunmehr fast 20 Jahren an vorderster Front für das Museum verantwortlich, erhielt im Beisein von Anke Spoorendonk, schleswig-holsteinische Ministerin für Justiz, Kultur und Europa die Zertifizierungsurkunde. Es sei ihr Ziel, so die Ministerin, die Museen in ihrer Weiterentwicklung zu unterstützen, sie in ihrer musealen Arbeit zu stärken und wettbewerbsfähig zu machen für den immer größer werdenden Konkurrenzkampf um Besucher und finanzielle Förderungen.

Das Museum Helgoland hatte sich – begleitet vom Team um die Projektleiterin Dagmar Rösner – ein Jahr lang einem intensiven Qualitätsmanagement aus einer Selbstevaluation, einer Überprüfung des gesamten Hauses durch externe Museumsberater sowie einem Fortbildungsprogramm inklusive Erstellung umfangreicher Museumskonzepte und Leitbilder gestellt.

Jörg Andres zum erlangten Zertifikat: „Diese schöne und wichtige Auszeichnung belegt, dass das gesamte Museumsteam in den letzten Jahren erfolgreiche Arbeit geleistet hat, die auch nachhaltig in eine gute Zukunft führen wird.“ Das Museum Helgoland, das seit kurzem über eine komplett neugestaltete Internetpräsenz verfügt, ist seit Jahren – vor allem auch hinsichtlich der Besucherzahlen – auf Wachstumskurs und hat sich als wichtiges touristisches Urlauberziel längst etabliert, was sich durch Zahlen belegen lässt: Etwa 10.000 Besucher begrüßte das Museum inklusive Museumshof in diesem Jahr, etwa 16.000 Teilnehmer wurden an den vom Museum veranstalteten Führungen durch die historischen Bunkeranlagen („Bunkerführungen“) des roten Felsens gezählt.

Zudem finden in der Museumsbude am Binnenhafen – einer Außenstelle des Standesamtes Helgoland – rund 100 Trauungen pro Jahr in diesem ganz besonderen maritimen Ambiente statt.

Mittelfristig Zukunft hat sich das Museum ehrgeizige Ziele gesetzt – auf der Agenda stehen die Museumserweiterung und die touristische Erschließung einer weiteren Bunkeranlage.

www.museum-helgoland.de