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Halstenbek

Halstenbek: Integration von Flüchtlingen soll verbessert werden

Halstenbek. 300 Flüchtlinge leben in Halstenbek. Bei ihrer Integration will die Gemeinde jetzt ernst machen. Bis Ende Juni 2017 soll ein konkretes Konzept dazu vorliegen. Außerdem stellt Halstenbek schnellstmöglich weitere Mitarbeiter dafür ein beziehungsweise weitet Stundenkontingente aus.

Nachdem der Sozialausschuss die Ausarbeitung eines solchen Konzeptes beschlossen hatte, hat inzwischen eine Arbeitsgruppe, bestehend aus Politik, Verwaltung und Experten, ihre Arbeit aufgenommen. Auch Betroffene sollen noch mitarbeiten. Ziel ist es, den Ist-Zustand in der Gemeinde zu erfassen und dann festzulegen, wie es im Optimalfall laufen könnte. „Wir können das nicht einfach so laufen lassen“, sagt Bürgermeisterin Linda Hoß-Rickmann, die auch Probleme mit der Integration einräumt. „Es passieren Sachen, mit denen wir schlicht nicht gerechnet haben.“

Damit das in Zukunft anders wird, setzt die Gemeinde auch auf mehr Personal. Die Politik hat der Schaffung einer vollen Stelle für einen Sozialpädagogen zugestimmt, um für eine bessere Betreuung der Flüchtlinge zu sorgen. Eine weitere neue Stelle betrifft einen Hausmeister, der sich in Vollzeit um die Flüchtlingsunterkünfte kümmern wird. „Die Gelder stehen im Haushalt bereit, die Ausschreibung wird in Kürze erfolgen“, kündigt Hoß-Rickmann an.

Ausgeweitet wird auch die Arbeit der Ehrenamtskoordinatorin Miriam Utz, der statt wie bisher 20 künftig 30 Wochenstunden zur Verfügung stehen. Lilli Kerbel vom Diakonieverein Migration wird weiterhin mit 25 Wochenstunden in der Gemeinde tätig sein. Sie erhält bei der Beratung der Asylsuchenden Unterstützung: Die Gemeinde will aus dem Sonderprogramm „Bundesfreiwilligendienst mit Flüchtlingsbezug“ eine weitere Stelle schaffen.