Pinneberg
Straßenverkehr

Diesel-Spur auf etlichen Straßen im Kreis

Die Feuerwehr streute Bindemittel auf die Straßen

Die Feuerwehr streute Bindemittel auf die Straßen

Foto: Andreas Daebeler / HA

Viele Anrufe von Bürgern bei den Ordnungsämtern. Feuerwehr fährt stundenlang umher, um Bindemittel auf die Ölspur zu streuen.

Kreis Pinneberg.  Autofahrer im Süden des Kreises Pinneberg staunten am Freitag nicht schlecht. Quer durchs Pinneberger Stadtgebiet und die Gemeinde Rellingen zog sich eine Diesel-Spur von bislang ungekanntem Ausmaß. Nachdem bei den Ordnungsämtern jede Menge Anrufe besorgter Bürger eingegangen waren, folgte ein Tag, den die Einsatzkräfte der Freiwillige Feuerwehr Rellingen und Mitarbeiter des Pinneberger Bauhofs so schnell nicht vergessen werden. Stundenlang waren sie unterwegs, um ein rötlich schimmerndes Bindemittel auf den Straßen zu verteilen.

„Wir sind schon seit 10.30 Uhr dabei und es ist noch nicht abzusehen, wann der Einsatz endet“, sagte Bernd Kirschke von der Rellinger Feuerwehr am frühen Nachmittag. Mit insgesamt acht Fahrzeugen und 35 Einsatzkräften wurde versucht, den Kraftstoff abzubinden. Bis nach Egenbüttel und zur Hamburger Stadtgrenze schimmerten die Straßen anschließend rötlich. Mitarbeiter des Pinneberger Bauhofs waren zeitgleich in Eggerstedt unterwegs, von wo aus sich die Spur durch das gesamte Pinneberger Stadtgebiet samt Hochbrücke zog.

Nach dem Verursacher befragt, wollte sich am Freitag zunächst niemand festlegen. „Wir ermitteln noch, werden unsere Einsätze aber gegebenenfalls in Rechnung stellen“, so Rellingens Bürgermeister Marc Trampe am Freitagnachmittag. Für den Schuldigen kann der Vorfall teuer werden. Die Gemeinde Rellingen etwa musste eine externe Firma beauftragen, um das Bindemittel später wieder aufzusaugen. Ein Paketbote könnte die kilometerlange Spur verursacht haben.