Pinneberg
Nahverkehr

Zusätzliche Fahrten für Pendler im Kreis

Am Bahnhof in Pinneberg kommen täglich viele Fahrgäste zusammen, die den Zug, die S-Bahn oder Busse nutzen

Am Bahnhof in Pinneberg kommen täglich viele Fahrgäste zusammen, die den Zug, die S-Bahn oder Busse nutzen

Foto: Leon Fischer / HA

Neuer Fahrplan der Verkehrsbetriebe betrifft sowohl den S-Bahn-Verkehr, als auch Busse und Regionalzüge. Wechsel am 11. Dezember.

Kreis Pinneberg.  Der alljährliche, europaweite Fahrplanwechsel steht für den 11. Dezember an. Das wird auch Auswirkungen auf den Zug-, S-Bahn- und Busverkehr im Kreis Pinneberg haben. So bringt der Fahrplanwechsel für Fahrgäste der AKN mehrere zusätzliche Fahrten und darüber hinaus lediglich geringfügige Änderun-gen mit sich.

Auf der Linie A1 Neumünster – Hamburg-Eidelstedt wird es je eine zusätzliche Zugfahrt ab Eidelstedt um 18.06 und 18.26 Uhr sowie ab Quickborn Richtung Eidelstedt um 17.51 und 18.11 Uhr geben. Montags bis freitags wird der Zehn-Minuten-Takt zwischen Eidelstedt und Quickborn bis 18.30 Uhr ausgeweitet.

Auf der Linie A3 Elmshorn – Ulzburg Süd bietet die AKN zwei zusätzliche Fahrten von Barmstedt nach Kaltenkirchen und schließt damit abendliche Taktlücken zwischen Barmstedt und Henstedt-Ulzburg.

Höhere Taktung der S 1 nach Wedel zu Spitzenzeiten

Montags bis freitags enden die Fahrten nicht mehr wie bisher in Barmstedt (an 21.07 Uhr), sondern in Kaltenkirchen. Gleiches gilt für die tägliche Fahrt, die bislang mit Ankunft um 1.34 Uhr in Barmstedt endete. Damit diese Weiterfahrten möglich sind, wird die Abfahrt von einem der Züge um vier Minuten vorverlegt. Konkret bedeutet dies: Der Zug 20.57 Uhr ab Elmshorn startet ab dem Fahrplanwechsel bereits um 20.53 Uhr. Sowohl dieser als auch der Zug 1.20 Uhr ab Elmshorn enden nicht wie bisher in Barmstedt, sondern fahren bis Kaltenkirchen. Darüber hinaus sind kleine Anpassungen nötig: Auf der Linie A1 ändern sich die Abfahrtszeiten einiger Zugfahrten um eine Minute. Hintergrund sind Änderungen im S-Bahn-Fahrplan in Eidelstedt.

Auch beim HVV kommt es zu Veränderungen. Gut für Berufpendler: Auf der S-Bahnlinie S1 wird in den Hauptverkehrszeiten Montag bis Freitag morgens und abends der Zehn-Minuten-Takt zwischen Blankenese und Wedel verlängert: Ab Wedel vormittags bis 9.03 Uhr, abends bis 20.03 Uhr.

Das Fahrtenangebot der Buslinie 185 wurde montags bis freitags geringfügig umgestaltet. Wie zuvor verkehren 13 Fahrten ab Neißestraße bis Ellerhoop. Das Angebot bis ins Gewerbegebiet Tornesch ist nun bis Kummerfeld zurückgenommen. Ab Ellerhoop wird künftig eine zusätzliche Fahrt zwischen 16 und 18 Uhr angeboten.

Das Angebot der Linie 6668 wurde von 5 bis 22 zwischen Bahnhof Tornesch und dem dortigen Gewerbegebiet auf einen Stundentakt ausgeweitet. Die Fahrten um 6.36, 7.36 und 14.36 Uhr ab Tornesch fahren über das Gewerbegebiet hinaus bis Ellerhoop. Bisher gingen montags bis freitags an Schultagen zwei Fahrten zwischen
7 und 8 Uhr von Ellerhoop nach Tornesch und zwischen 12.50 und 14 Uhr zwei Fahrten retour. Montags, mittwochs und donnerstags gibt es an Schultagen um 16.25 Uhr eine Zusatzfahrt von Tornesch nach Ellerhoop.

In Pinneberg fährt die Buslinie 594 (Schulau, Fähre – S-Bahn Wedel – Bahnhof Pinneberg – Borstel-Hohenraden – Quickborn – Norderstedt Mitte) die neue Route über die Flensburger Straße. Auf Höhe des Straßenverkehrsamtes ist die neue Haltestelle „Flensburger Straße Süd“ eingerichtet.

Freitags setzt die Deutsche Bahn einen zusätzlichen Zug der Regionalbahnlinie RE 6 Westerland – Hamburg-Altona (an 0.33 Uhr) mit Halt in Elmshorn ein. Auf der Regionalbahnlinie
RB 61/71 fahren die Züge um 6.10 Uhr ab Hamburg Hauptbahnhof bis Itzehoe und um 6.14 Uhr ab Hamburg-Altona bis Wrist zukünftig ausschließlich sonnabends und sonntags. Stattdessen gibt es montags bis freitags neue direkte Zugverbindungen der Nordbahn um 6.06 Uhr ab Hamburg-Hauptbahnhof bis Wrist und um 6.28 Uhr von Hamburg-Altona bis Itzehoe, jeweils mit Halten in Pinneberg, Prisdorf, Tornesch und Elmshorn.

Mehr Direktverbindungen nach Kiel erst 2018

Auf weitere Regionalexpress-Halte in Pinneberg müssen Bahnfahrer allerdings noch ein Jahr länger warten. Dann soll es weitere Direktverbindungen nach Kiel geben. Laut dem Nahverkehrsverbund Schleswig-Holstein (Nah.SH) liegt der Grund für die Verzögerung beim Bahnhersteller Bombardier. Der ist mit der Auslieferung der Doppelstocktriebwagen mittlerweile schon zwei Jahre im Verzug.

„Wenn die neuen Fahrzeuge der DB für das Netz Mitte komplett zur Verfügung stehen, können einige weitere Züge in Pinneberg halten“, sagt Dennis Fiedel, Sprecher bei Nah.SH. Das soll voraussichtlich Ende 2017 der Fall sein. Eine Verbesserung, die viele Pendler herbeisehnen, seit der RE 70 seit Dezember 2014 aufgrund der Fahrplanumstellung im gesamten Netz Mitte nicht mehr regelmäßig in Pinneberg halten kann.

Durch die Umstellung des Fahrplanes werden die Züge allerdings nicht zwangsläufig auch pünktlicher. „Verspätungen haben viele Ursachen, insofern ist eine Prognose über die Entwicklung schwierig“, so Dennis Fiedel. „Da die Bautätigkeiten 2017 weitergehen werden, wird es auch 2017 wieder Einschränkungen geben.“